Neurowoche 2018: 7000 Experten für Gehirn und Nerven tagen in Berlin

15. Oktober 2018 – Welche Fortschritte gibt es bei der Alzheimer-Demenz, die weltweit rasant zunimmt? Welche neuen Erkenntnisse haben die Forscher zur Entstehung von Parkinson und Multipler Sklerose? Wie ist der aktuelle Forschungsstand bei Schlaganfall, Epilepsie oder Kopfschmerz?

Pressemitteilung zum Download

Auf der Neurowoche 2018 treffen sich vom 30. Oktober bis 3. November in Berlin über 7000 Experten für Gehirn und Nerven, um sich über die medizinischen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Neuromedizin auszutauschen – nutzen Sie diese Gelegenheit für Interviews mit den führenden Köpfen der deutschen und internationalen Neurologie. Der größte interdisziplinäre neuromedizinische Kongress Europas findet alle vier Jahre statt. Er vereint den Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) sowie die Jahrestagungen der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP) und der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie (DGNN) unter einem Dach. Die Neurowoche bietet Ihnen vielfältige Impulse und Ansprechpartner für die journalistische Arbeit.

Auftaktpressekonferenz: Neuromedizin. Für Generationen.


Mittwoch, 31. Oktober 2018, 11:00 – 12:00 Uhr
Kein anderes Fach der Medizin wächst aktuell so schnell wie die Neurologie. Derzeit praktizieren 7200 Neurologinnen und Neurologen in Deutschland – mehr als dreimal so viele wie noch vor 25 Jahren. Für viele früher als unheilbar betrachtete Krankheiten stehen heute wirksame Therapien zur Verfügung. Bei der Auftaktpressekonferenz der Neurowoche präsentieren die Kongresspräsidentin der DGN und Koordinatorin der Neurowoche, Professor Marianne Dieterich, München, und Professor Gereon R. Fink, Köln, Präsident der DGN, jüngste Fortschritte der Schlüsselmedizin des 21. Jahrhunderts. Professor Christine Klein, Lübeck, zukünftige Präsidentin der DGN, stellt die Initiative REimagine MEDICINE vor, mit der die Neurologie sich gegen den Kostendruck im Gesundheitswesen stemmt und eine Wertediskussion in der Neuromedizin und bei gesundheitspolitischen Entscheidern initiiert. Professor Volker Mall, München, Tagungspräsident der GNP, berichtet über bahnbrechende Therapiefortschritte in der Gentherapie von Kindern mit seltenen neurologischen Erkrankungen. Professor Jochen Herms, München, Tagungspräsident der DGNN, erklärt, warum sogenannte Mikrogliazellen jüngst in den Fokus der Forschung gerückt sind und welche Rolle diese bisher kaum beachtete Zellart im Nervensystem bei der Entstehung der Alzheimer-Demenz spielt.

Fachpressekonferenz: Neurologische Forschung im Fokus


Freitag, 2. November 2018, 11:00 – 12:30 Uhr
Die Fachpressekonferenz am Freitagvormittag informiert Medienvertreter über die wichtigsten Forschungsergebnisse, die im wissenschaftlichen Programm des Kongresses präsentiert werden. Professor Waltraud Pfeilschifter, Frankfurt, erläutert, welche neuen Möglichkeiten die Ergebnisse der WAKE-UP-Studie für die Akuttherapie des Schlaganfalls eröffnen. Professor Christian Bien, Bielefeld, stellt am Beispiel der Autoimmunenzephalitis dar, wie verlässlich diagnostizierbare, gut behandelbare und in ihren Mechanismen verständliche Krankheiten zum Modell für die Aufklärung noch unverstandener Störungen werden können. Professor Daniela Berg, Kiel, berichtet über wegweisende Fortschritte bei neurologischen Bewegungsstörungen. Im Update Multiple Sklerose (MS) präsentiert Professor Frauke Zipp, Mainz, den ersten prognostischen Biomarker für MS. Professor Ralf Gold, Bochum, referiert über die Frage, wie bedeutend Darm und Umweltfaktoren für die Ätiologie der Multiplen Sklerose sind. PD Dr. Juraj Kukolja, Wuppertal, zeigt, was von neuen Methoden der Demenz-Diagnostik erwartet werden darf, und Professor Hans Christoph Diener, Essen, stellt eine neue Wirkstoffklasse zur Prophylaxe der Migräne vor.

Weitere Highlights der Neurowoche

Hochkarätige Gastredner bei der Eröffnungsveranstaltung und beim Präsidentensymposium
Spannende Einblicke in die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz verspricht der Gastvortrag „Mensch und Maschine – wer programmiert wen?“ des Wissenschaftsjournalisten, Physikers und Autors Ranga Yogeshwar. (Eröffnungsveranstaltung, Dienstag, 30. Oktober 2018, 16:00 – 18:00 Uhr)

Das Präsidentensymposium widmet sich dem Thema „Höhere Hirnfunktionen“. Onur Güntürkün, Bochum, erläutert den aktuellen Kenntnisstand zur Entwicklung der zerebralen Lateralisation höherer Hirnfunktionen. Angela Friederici, Leipzig, setzt sich mit den neurobiologischen Grundlagen der Entwicklung von Sprache sowie der Pathophysiologie von Sprachstörungen (Aphasien) auseinander. Giuseppe Vallar, Mailand, wird die aktuellen Erkenntnisse zu den neuronalen Grundlagen der visuellen Raumwahrnehmung und deren Störung, dem Neglect, erläutern. (Präsidentensymposium, Dienstag, 30. Oktober 2018, 12:00 – 13:00 Uhr)

Neurologie in der NS-Zeit: Symposium beleuchtet Lebenswege bedeutender Neurologen
Wie haben sich wichtige Persönlichkeiten der Neurologie mit dem nationalsozialistischen Regime arrangiert? Welche Handlungsspielräume hatten sie? Gab es Netzwerke, die bis in die jüngste Vergangenheit genutzt wurden? 2017 starteten Medizinhistoriker den zweiten Teil des 2014 von der DGN initiierten Forschungsprojekts zur Rolle der Neurologie im Nationalsozialismus: „Unklare Lebenswege bedeutender Neurologen“. In Berlin präsentieren sie ihre Ergebnisse. (Neurologie und Neurologen im Nationalsozialismus, Mittwoch, 31. Oktober 2018, 14:30 – 16:00 Uhr)

DGN Forum: Lassen Sie uns diskutieren!
Im DGN Forum sprechen führende Experten Klartext über berufspolitische und gesellschaftliche Themen, die die Neurologie bewegen. Hier ein Überblick über ausgewählte Veranstaltungen. Digitale Neurologie und Telemedizin – das sollten Sie jetzt wissen! (Donnerstag, 1. November 2018, 13:30 – 15.00 Uhr), REimagine MEDICINE – Wie wir Neurologen die Medizin verändern wollen! (Freitag, 2. November 2018, 13:30 – 15:00 Uhr), Pro und Kontra: Sind Personaluntergrenzen in der Pflege die Lösung – oder der Anfang vom Ende? (Freitag, 2. November 2018, 15:30 - 17:00 Uhr)

„Geistesblitze“, der Science Slam
Die Volksbühne Berlin ist der Austragungsort des dritten Science Slams „Geistesblitze“, bei dem führende Experten wie etwa der bekannte Neurologe Prof. Dr. Ulrich Dirnagl von der Berliner Charité mit spannenden Fakten über das Gehirn um die Gunst des Berliner Publikums ringen. Der Eintritt kostet 14 Euro, ermäßigt 9 Euro. Der Erlös der Veranstaltung geht an die Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie. („Geistesblitze“-Science-Slam, Freitag, 2. November 2018, 20:00 Uhr, Volksbühne Berlin)



Die Kongress-Pressestelle der DGN unterstützt Sie gerne bei Ihren Recherchen, stellt Bildmaterial zur Verfügung und vermittelt im Vorfeld, auf dem Kongress und danach Interviewpartner. Journalisten können sich unter www.neurowoche.org für eine kostenlose Teilnahme am Kongress akkreditieren.

Kongress-Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
c/o albertZWEI media GmbH, Oettingenstraße 25, 80538 München
Tel.: +49 (0)89 46148622, Fax: +49 (0)89 46148625
Pressesprecher: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen
E-Mail:

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) 
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren rund 9.000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.
www.dgn.org

Präsident: Prof. Dr. med. Gereon R. Fink
Stellvertretende Präsidentin: Prof. Dr. med. Christine Klein
Past-Präsident: Prof. Dr. med. Ralf Gold
Generalsekretär: Prof. Dr. med. Peter Berlit
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter

Geschäftsstelle
Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail: 

Pressesprecher der DGN: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen

Wir nutzen Cookies, um die Zugriffe auf unserer Webseite zu analysieren. Sie können dem jederzeit widersprechen. Weitere Hinweise und die Möglichkeit zum Opt-out finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Datenschutzerklärung Verstanden