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Neurowoche 2018: Interdisziplinäre Forschung bringt Therapiefortschritte schneller zum Patienten

31. Oktober 2018 – Vom 30. Oktober bis 3. November 2018 tagen drei Fachgesellschaften während der Neurowoche unter einem Dach: die Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP), die Deutsche Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie (DGNN) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Der größte interdisziplinäre deutschsprachige Neurologiekongress für die generationenübergreifende Erforschung, Diagnose und Therapie von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der Nerven und der Muskeln findet alle vier Jahre statt. Unter der Gesamtkoordination der DGN treffen sich in Berlin über 7000 Experten für Gehirn und Nerven, um sich über die medizinischen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Neuromedizin auszutauschen. Zentrale Themen sind höhere sensorische Verarbeitungsprozesse des Gehirns, Gleichgewichts- und Gangstörungen, Bewegungsstörungen und neurodegenerative Erkrankungen, neurologische Plastizität und Regeneration sowie innovative Behandlungsstrategien.

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Die mehr als 7000 Teilnehmer und 200 Medienvertreter erwarten fünf Tage hochaktuelle Wissenschaft mit neuen Veranstaltungsformaten sowie unabhängige Fortbildung. „Die Neurowoche 2018 bildet das gesamte Spektrum der neurologischen, neuropathologischen und neuropädiatrischen Krankheitsbilder ab und hebt deren Gemeinsamkeiten und Synergien hervor“, sagt Professor Dr. Marianne Dieterich, Koordinatorin der Neurowoche und Präsidentin des
91. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Neue Formate für eine generationenübergreifende Neuromedizin

Das Programm greift mit neuen Formaten die gemeinsamen Herausforderungen der Neuromedizin in allen Altersstufen auf. Interdisziplinäre Symposien sorgen bei der Neurowoche erstmals dafür, dass die wichtigsten neurologischen Symptome aus der Perspektive des Neuropathologen, des Neuropädiaters, des Neuroradiologen und des Neurologen beurteilt werden. Gemeinsam soll eine generationenübergreifende Neuromedizin gestaltet werden. Im Fokus stehen Modelle und Perspektiven zur Transition am Übergang von der Adoleszenz zum Erwachsenenalter. Ab dem Erwachsenenalter geht die Behandlung der jungen Patienten von den Neuropädiatern auf die Neurologen über. Marianne Dieterich: „Diese Übergangsphase stellt eine große Herausforderung für die therapeutische Betreuung der Patienten dar, weil es in dieser Zeit zu Behandlungsabbrüchen und in der Folge zum Wiederaufflammen der Krankheit kommen kann.“

Enge Verzahnung von Forschung und Klinik

Die neuen Vortragsformate „Open Stage: Neuroscience“ und „Bench-to-Bedside-Symposium“ bieten einen umfassenden Überblick über wissenschaftliche und klinische Innovationen in den Bereichen Multiple Sklerose, Parkinson, Schlaganfall, Epilepsie und Neuroonkologie und sorgen dafür, dass Grundlagenwissenschaftler, klinisch orientierte Forscher und Kliniker eng zusammenrücken. „Dabei soll das Thema der Translation aufgegriffen werden, bei der es darum geht, Schnittstellen zwischen den Forschungsdisziplinen zu entwickeln, die einen zügigen und effektiven Transfer präklinischer Erkenntnisse in die klinische Forschung und Versorgung ermöglichen“, erläutert Marianne Dieterich.

 

Weitere Highlights der Neurowoche

Hochkarätige Gastredner bei der Eröffnungsveranstaltung und beim Präsidentensymposium

Spannende Einblicke in die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz verspricht der Gastvortrag „Mensch und Maschine – wer programmiert wen?“ des Wissenschaftsjournalisten, Physikers und Autors Ranga Yogeshwar auf der Eröffnungsveranstaltung.

Das Präsidentensymposium widmet sich dem Thema „Höhere Hirnfunktionen“. Onur Güntürkün, Bochum, erläutert den aktuellen Kenntnisstand zur Entwicklung der zerebralen Lateralisation höherer Hirnfunktionen. Angela Friederici, Leipzig, setzt sich mit den neurobiologischen Grundlagen der Entwicklung von Sprache sowie der Pathophysiologie von Sprachstörungen (Aphasien) auseinander. Giuseppe Vallar, Mailand, wird die aktuellen Erkenntnisse zu den neuronalen Grundlagen der visuellen Raumwahrnehmung und von deren Störung, dem Neglect, diskutieren.

DGN Forum und Symposium „Neurologie in der NS-Zeit“: Lassen Sie uns diskutieren!

2017 starteten Medizinhistoriker den zweiten Teil des 2014 von der DGN initiierten Forschungsprojekts zur Rolle der Neurologie im Nationalsozialismus: „Unklare Lebenswege bedeutender Neurologen“. In Berlin präsentieren sie ihre Ergebnisse.

Im DGN Forum sprechen führende Experten Klartext über digitale Neurologie, die Ökonomisierung der Medizin und Personaluntergrenzen in der Pflege – berufspolitische und gesellschaftliche Themen, die die Neurologie bewegen.

Erstes Symposium des German Brain Council

Auf der Neurowoche findet das erste Symposium des German Brain Council statt, einer Allianz von 14 Fachgesellschaften, die sich mit Erkrankungen des Nervensystems beschäftigen. Sie streben gemeinsam einen Deutschen Gehirnplan an. Auf dem Symposium treffen sich führende Wissenschaftler, um die wesentlichen Herausforderungen der Neuromedizin und die Rolle Deutschlands in Europa zu diskutieren.

Kongress-Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
c/o albertZWEI media GmbH, Oettingenstraße 25, 80538 München

Tel.: +49 (0)89 46148622, Fax: +49 (0)89 46148625
Pressesprecher: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen
E-Mail:

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren über 9000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin. www.dgn.org

Präsident: Prof. Dr. med. Gereon R. Fink
Stellvertretende Präsidentin: Prof. Dr. med. Christine Klein
Past-Präsident: Prof. Dr. med. Ralf Gold
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter
Geschäftsstelle: Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail:

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) 
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren rund 9.000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.
www.dgn.org

Präsident: Prof. Dr. med. Gereon R. Fink
Stellvertretende Präsidentin: Prof. Dr. med. Christine Klein
Past-Präsident: Prof. Dr. med. Ralf Gold
Generalsekretär: Prof. Dr. med. Peter Berlit
Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Thomas Thiekötter

Geschäftsstelle
Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail: 

Pressesprecher der DGN: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen

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