2019


Letzte Aktualisierung: Oktober 2019


Kommissionsbericht 2018

TOP 1: "Studiensekretariate in Deutschland" – Vorstellung der Ergebnisse der Umfrage

Fragebogenbasierte Befragung von Unikliniken, Krankenhäusern und Praxen/MVZs zur neurologischen Studienlandschaft in Deutschland: Die Analyse der Gesamtstudientätigkeit in der Neurologie in Deutschland ergab, dass die befragten neurologischen Einrichtungen hauptsächlich an Phase III (30 %), Phase IV (15 %) und NIS Studien (29 %) teilnehmen. Diese machten insgesamt 74 % der Gesamtstudientätigkeit aus. Phase I Studien und Studien nach Medizinproduktegesetzt wurden an den befragten neurologischen Einrichtungen kaum durchgeführt und machten anteilig jeweils < 1% der laufenden Studien aus.

An Unikliniken waren die Studienschwerpunkte hinsichtlich der unterschiedlichen neurologischen Grunderkrankungen am breitesten verteilt. In Krankenhäusern wurden hauptsächlich Studien zum Thema Neuroimmunologie und cerebrovaskuläre Erkrankungen durchgeführt, in Praxen/MVZs Studien zum Thema Neuroimmunologie und Bewegungsstörungen.

In einer weiterführenden Analyse wird nun die neurologische Studienlandschaft weltweit (basierend auf Datenbankanalysen) untersucht. Hier zeigte sich in vorläufigen Ergebnissen, dass die Hauptstudienaktivitäten weltweit in Nordamerika und Westeuropa liegen.

Die Ergebnisse wurden vorgestellt und intensiv innerhalb der Kommission diskutiert. Erkenntnisse für die „deutsche Studienlandschaft“ und weiterführende Maßnahmen / Projekte ergaben sich zwanglos (siehe TOP 2).

Empfehlungen gingen dahin, die Ergebnisse zu publizieren, z.B. in DGNeuro und einem internationalen Journal, z.B. Journal of Neurology.

TOP 2: "Aufgaben und Zusammensetzung der Kommission"

Richtlinien für Studiensekretariate

Aus o.g. Umfrage heraus wurde es in der daraufhin folgenden Diskussion für notwendig und sinnvoll erachtet, dass sich die klinische Kommission auch um die Erarbeitung von Richtlinien kümmert, nach denen Studiensekretariate an deutschen neurologischen Universitätskliniken aufgebaut bzw. vorgehalten werden sollten.

Dies fällt zusammen mit den Vorgaben des Wissenschaftsrates hinsichtlich Studiensekretariate an Universitätsklinika. Dabei sollen sowohl formale wie krankheitsspezifische Charakteristika herausgearbeitet werden.

Weitere Themen in der Kommission sind wie bisher:

  • Unterstützung bei Zusammenarbeit mit der AWMF
  • Begleitung von AMNOG/AMVSG-Verfahren
  • Unterstützung bei struktureller Planung neurologischer Studien/Registern

Zusammensetzung der Kommission

Es herrschte Einvernehmen, dass die Zusammensetzung der Kommission überarbeitet werden muss, um die Produktivität zu erhöhen. Als negatives Beispiel hinsichtlich der derzeitigen Produktivität wurde das Scheitern eines gemeinsamen Symposiumvorschlags für die DGN-Tagung 2019 angeführt.

Es wurde beschlossen, die Kommission neu zu besetzen mit Kandidaten, die folgende Anforderungen erfüllen:

  • Verpflichtung zur aktiven Mitarbeit in der Kommission inklusive Übernahme von Aufgaben
  • forschungsaktiv
  • Zugang/Mitarbeit/Leitung eines Studienzentrums

Dabei sollen möglichst aus jedem Krankheitsgebiet ein bis zwei Mitglieder rekrutiert werden.

Mit dem Versand des Protokolls der diesjährigen Kommissionssitzung soll ein Aufruf an die bisherigen Kommissionsmitglieder als auch den DGN-Vorstand ergehen, geeignete Kandidaten innerhalb einer 3-Wochenfrist vorzuschlagen.

TOP 3: "Datenbank und Qualitätsstandards von neurologischen Registern in Deutschland"

siehe TOP 2

TOP 4: Symposium 2019 und 2020

Symposiumsvorschlag für die DGN-Tagung 2019 siehe TOP 2.

Für die DGN-Tagung 2020 wurde das Thema "Klinische Translation in der Neurologie" aufgegriffen.

Mögliche Beiträge könnten sein:

  • Schlaganfall
  • Epilepsie (z.B. SANAD-Studien / EpimiRNA)
  • Immunologie
  • Ausblick A. Ludolph

Hajo Hamer, Erlangen

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