22.04.2020

Informationen für Neurologische Praxen während der COVID-19-Pandemie:

Vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) wurden einige wichtige Informationen zur Praxisführung im Rahmen der COVID-19- Pandemie zusammengestellt. Alle Empfehlungen finden Sie regelmäßig aktualisiert auf der Newsplattform des BDN: https://neurologen-psychiater-corona-praxishilfe.info.

Hygiene

Alle Patienten sollten sich direkt beim Betreten der Praxis die Hände desinfizieren. Das Personal an der Anmeldung sollte durch Plexiglasscheiben vor Patienten-Aerosolen geschützt werden.

Bei direktem Patientenkontakt (körperliche Untersuchung, elektrophysiologische Diagnostik, Ultraschalldiagnostik, Blutentnahmen, Infusionen etc) sollten MNS-Masken getragen werden.

Videosprechstunde

In vielen Fällen ist die Videosprechstunde eine sinnvolle und effektive Alternative zur Präsenzsprechstunde und kann zur Vermeidung von Kontakten beitragen. Die bisherigen Mengenrestriktionen der Videosprechstunde wurden in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie aufgehoben. Videosprechstunden können allerdings nur abgerechnet werden, wenn Sie einen der von der KBV zertifizierten Anbieter nutzen. Nähere Informationen finden Sie unter https://www.kbv.de/html/videosprechstunde.php.

Telefonsprechstunde

Bei der Versorgung von chronisch Kranken kann auch die Telefonsprechstunde ausreichen. Die Telefonsprechstunde kann ab sofort mit der neuen GOP 01433 abgerechnet werden. Leistungsinhalt ist ein telefonisches Gespräch von mindestens 10 Minuten Dauer mit dem Patienten oder einer Bezugsperson. Möglich ist die telefonische Konsultation aber nur bei Patienten, die in den letzten sechs Quartalen, die dem Quartal der Konsultation vorausgehen, mindestens einmal in der Praxis waren.

Telefonische AU-Bescheinigungen sind ohne direkten Patientenkontakt vorübergehend möglich. Das Einlesen der Versichertenkarte ist im laufenden Quartal nicht zwingend erforderlich, sofern der Patient in der Praxis bekannt ist und kein Wechsel der Krankenkasse stattfand.