Die DGN hat unter Leitung von Professor Sylvia Kotterba, Direktorin der Klinik für Neurologie der Ammerland-Klinik in Westerstede, eine Online-Umfrage zum Thema „Frauen in der Neurologie“ durchgeführt, an der sich 370 Neurologinnen beteiligten. Das Ergebnis zeigt Handlungs- und Kommunikationsbedarf: Knapp die Hälfte der befragten Neurologinnen wünscht sich Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, insbesondere was flexible Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuungsangebote betrifft. Rund ein Drittel musste ihre Aus- und Weiterbildung, meist wegen der Kinder, unterbrechen. Jede achte Ärztin der Umfrage hat noch nie mit ihrem Chef über ihre Probleme gesprochen.

Eine Zusammenfassung der Umfrage-Ergebnisse finden Sie im DGN-Magazin 2013. Hier steht Ihnen  der gesamte Beitrag als PDF zum Download zur Verfügung.

 

Arbeitssituation von Frauen in der Neurologie

Sind Sie in Ihrer jetzigen Arbeitssituation mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zufrieden? Knapp die Hälfte der Befragten wünscht sich Verbesserungen (Abweichung von 100% rundungsbedingt).

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Betreuungsangebote und flexible Arbeitszeiten gewünscht

Wie müssten sich die Arbeitsbedingungen ändern? Die Änderungswünsche am Arbeitszeitmodell sind etwa gleichmäßig gestreut. Offenbar hängen die Prioritäten u.a. von der persönlichen Situation ab (Mehrfachnennungen möglich).

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Dialogbedarf zur Veränderung bestehender Strukturen

Haben Sie Probleme hinsichtlich Arbeitszeit und Familienversorgung mit Ihrem Arbeitgeber besprochen? Jede achte Frau befürchtet Nachteile. Nur ein Drittel hat die Probleme bereits besprochen.

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Unterstützung durch die Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Was wünschen Sie sich als Neurologin von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie? Mehr als ein Viertel der Befragten wünscht sich eine persönliche Beratung sowie themenrelevante Veranstaltungen. Nur wenige haben keinen Bedarf (Mehrfachnennungen möglich).

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