Aktuell werden erste Lockerungen der Einschränkungen umgesetzt, obwohl die Gefahr eines unkontrollierten Anstiegs von Infektionszahlen bislang nur unzureichend abgeschätzt werden kann. Eine ELISA-Studie in Lübeck soll Aufschluss über die tatsächliche Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) geben.

Die bestehende Unsicherheit im Hinblick auf einen möglichen Anstieg der Infektionszahl resultiert aus dem aktuell noch eingeschränkten Wissen über Verbreitung, Infektionswege und Gefährlichkeit der neuartigen Viruserkrankung. Um Informationslücken zur Infektion mit dem Corona-Virus zu schließen, haben sich Wissenschaftler der Universität zu Lübeck und des UKSH, mit der Stadt Lübeck, dem Land Schleswig-Holstein und dem Gesundheitsamt Lübeck zu einem Forschungsverbund zusammengeschlossen und eine breit angelegte Untersuchung initiiert.

Die ELISA-Studie soll Aufschluss über die tatsächliche Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) geben. Insbesondere soll untersucht werden, inwieweit sich die Maßnahmen zum „Social Distancing“ und ihre Lockerung auf die weitere Verbreitung von SARS-CoV-2 auswirken. Über 20.000 Menschen aus dem Großraum Lübeck sollen via Smartphone-App pseudonymisierte Informationen zu ihrer Person und ihrem Alltag geben und alle drei Tage in einem Zeitraum von zwölf Wochen einen Symptomfragebogen ausfüllen. Die Studienteilnehmer werden in eine Risikogruppe und eine Nicht-Risikogruppe aufgeteilt. Aus diesen Gruppen werden die Teilnehmer dann per Zufall für die Testung ausgewählt. Insgesamt sollen 3.000 zufällig ausgewählte Teilnehmer im Studienzentrum auf eine aktive und überstandene Infektion mit SARS-CoV-2 untersucht werden.

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