Aktuelle Informationen zur SARS-CoV-2-Pandemie

An dieser Stelle finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Veröffentlichungen, Pressemitteilungen und Stellungsnahmen zu SARS-CoV-2/COVID-19 mit Bezug zur Neurologie. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

 

Juni 2020


Neue Daten zur COVID-19-Therapie

04. Juni 2020 – Die Suche nach einer effektiven COVID-19-Therapie beschäftigt Forscher rund um den Erdball – mit ersten Erfolgen: Eine retrospektive Auswertung aus Wuhan weist darauf hin, dass Thymosin Alpha 1 womöglich die Mortalitätsrate von schwerstkranken COVID-19-Patienten positiv beeinflussen kann. Eine im NEJM publizierte randomisierte Phase3-Studie konnte nun einen Therapieeffekt von Remdesivir zeigen.


COVID-19-assoziiertes Kawasaki-Syndrom bei Kindern

04. Juni 2020 – Die Ursache des Kawasaki-Syndroms ist nicht vollständig geklärt, postuliert wird eine gesteigerte Immunreaktion auf meist unbekannte Pathogene bei entsprechender genetischer Disposition. In einer Klinik in Bergamo, Italien, wurden in den letzten Monaten der SARS-CoV-2-Pandemie auffällig viele Kinder mit schweren, Kawasaki-ähnlichen Erkrankungen stationär behandelt. In einer Studie wurden diese mit historischen Fällen eines Kawasaki-Syndroms der letzten fünf Jahre verglichen.


Alzheimer-Risikogen könnte den Schweregrad des Covid-19-Verlaufs beeinflussen

04. Juni 2020 – Die Analyse von Daten der UK-Biobank ergab, dass Menschen mit dem ApoE-e4e4-Allel ein deutlich höheres Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben– und zwar unabhängig von einer klinisch vorhandenen Demenz, kardiovaskulären Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes.


Bildgebung bei COVID-19-assoziierter olfaktorischer Dysfunktion

04. Juni 2020 – Wiederholt wurde in letzter Zeit die Neuroinvasion von SARS-CoV-2 über das Riechepithel und den Bulbus olfactorius diskutiert. In „JAMA Neurology“ wurde nun erstmals in der Kasuistik über eine COVID-19-Patientin aus Italien der in-vivo-MRT-Befund einer Virusaffektion im olfaktorischen Kortex demonstriert.


Neuropathogenese und neurologische Manifestationen von SARS-CoV-2

04. Juni 2020 – Inzwischen ist evident, dass auch SARS-CoV-2, ähnlich wie andere Coronaviren, neurotrope Eigenschaften aufweist. Das vorliegende Review [1] fasst das bisherige Wissen zu dem Thema zusammen; angefangen mit MERS-CoV und SARS-CoV-1, über die seit den Ausbrüchen 2002/2003 und 2012 viel geforscht wurde, bis hin zu HCoV-OC43, für welches beispielsweise eine Assoziation mit demyelinisierenden Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose nachgewiesen ist.

 

Mai 2020


COVID-19 – Neue Daten zu vielversprechenden Therapieansätzen

27. Mai 2020 – Eine aktuelle, in „The Lancet“ publizierte, prospektive, randomisierte Phase-2-Studie zeigte die Überlegenheit der Dreifachkombination aus Interferon beta-1b plus Lopinavir/Ritonavir plus Ribavirin gegenüber Lopinavir/Ritonavir in Monotherapie. In der Studie wurden keine relevanten Sicherheitsbedenken beobachtet.
Als vielversprechend bei schweren COVID-19-Verläufen erwies sich in einer kleinen Studie an 20 Patienten der Einsatz von Tocilizumab.


Generalisierter Myoklonus bei SARS-CoV-2-Infektion

27. Mai 2020 – Im Rahmen anderer Virusinfektionen sind generalisierte Myoklonien beschrieben, bei SARS-CoV-2 jedoch bislang nicht. Eine Fallserie aus Madrid berichtet nun von drei COVID-19-Patienten im Alter von 63-88 Jahren von generalisierten Myoklonien als dominierendem bzw. klinisch komplizierendem Symptom der Erkrankung.


Neues zu COVID-19 und Epilepsie

27. Mai 2020 – In den letzten Wochen berichteten wir bereits zur Assoziation von COVID-19 und dem Auftreten epileptischer Anfälle und verwiesen auf die Stellungnahme der DGN Kommission Epilepsien und Synkopen zu COVID-19 Infektionen und Epilepsie. Eine aktuelle Publikation aus dem Iran [2] fasst die bisherige Datenlage zu dem Thema zusammen.


Zerebrale Bildgebung bei langzeitbeatmeten, schwer kranken COVID-19-Patienten

27. Mai 2020 – In einer Fallserie [1] aus New York werden zerebrale MRT-Befunde kritisch kranker COVID-19-Patienten mit persistierender Bewusstseinsstörung dargestellt. Insgesamt 11 Patienten wurden nach Bildauswertung durch zwei unabhängige, erfahrene Neuroradiologen in die Studie eingeschlossen. Typische Befunde waren eine diffuse Leukenzephalopathie und punktförmige Blutungen juxtakortikal und im Corpus callosum, gewertet als verzögerte posthypoxische Leukenzephalopathie.


Neuroinvasive Pathomechanismen von SARS-CoV-2 – ein Update

27. Mai 2020 – Viele verschiedene neurologische Komplikationen und Manifestationen von COVID-19 wurden in den letzten Wochen weltweit beschrieben. Eine aktuelle Publikation aus dem Iran [1] berichtet im „Journal of Neurovirology“ erneut über den Neurotropismus von SARS-CoV-2 und gibt einen Überblick über den derzeitigen Wissensstand zu den neuroinvasiven Pathomechanismen. Daraus leiten die Autoren Implikationen für künftige Studien und Untersuchungen ab.


Standortübergreifende Phänotypisierungs-Plattform zur Untersuchung der ZNS/PNS-Beteiligung bei SARS-CoV-2

27. Mai 2020 – Um eine mögliche Beteiligung des zentralen und peripheren Nervensystems bei COVID-19 systematisch zu untersuchen, wird derzeit ein deutschlandweites Register mit dezentralem, standardisiertem Sampling und Biobanking von humanen Gewebe-Proben aus definierten ZNS/PNS/Muskel-Arealen bei COVID-19 Obduktionen aufgebaut.


Umfrage zur Erfassung der Belastung durch COVID-19 – Teilnahme bis zum 3. Juni möglich!

26. Mai 2020 – Das „Center for Applied Neurocognition and Neuropsychological Research“ in Düsseldorf hat eine Umfrage initiiert, um die Belastung von Ärzten und medizinischen Fachangestellten in den Fachbereichen Neurologie, Psychiatrie und Nervenheilkunde durch COVID-19 zu erheben.


Therapie von Schlaganfallpatienten mit COVID-19

15. Mai 2020 – Verschiedene Fallserien berichteten von COVID-19-assoziierten thrombembolischen Komplikationen, auch von Schlaganfällen bei hospitalisierten COVID-19-Patienten (wir berichteten in den vorherigen Ausgaben dieses Newsletters). Der vorliegende Kommentar geht auf mögliche Pathomechanismen ein und gibt Empfehlungen für die Therapie von Schlaganfallpatienten mit COVID-19.


Ischämischer Schlaganfall als Komplikation einer ungewöhnlichen Karotis-Thrombose bei COVID-19

15. Mai 2020 – Ein 73-jähriger COVID-19-Patient erlitt eine Woche nach dem Beginn der respiratorischen Symptome einen ischämischen Schlaganfall ausgehend von einem Thrombus in der A. carotis communis. Die Lokalisation dieses Thrombus ist so ungewöhnlich, dass die Autoren durch die Fallpublikation illustrieren wollen, dass bei COVID-19-Patienten die Emboliequelle bei einem Schlaganfall vom Aortenbogen bis zu den intrakraniellen Gefäßen in allen Gefäßabschnitten gesucht werden sollte.


SARS‐CoV-2-induzierte Demyelinisierung könnte Krampfanfälle auslösen

15. Mai 2020 – Schon früh treten bei einer SARS‐CoV-2-Infektion die neurologischen Symptome Anosmie, Dysgeusie und Kopfschmerzen auf. Bewusstseinsstörungen und Krampfanfälle können bei schweren Verläufen hinzukommen. In einer italienischen Publikation wird eine 54-jährige COVID-19-Patientin beschrieben, die zuhause primär bewusstlos aufgefunden wurde.


Kortikale Blindheit bei SARS‐CoV-2-Infektion

15. Mai 2020 – COVID-19 kann mit vielen verschiedenen neurologischen Manifestationen/Symptomen bzw. Komplikationen einhergehen. Aus der Türkei wird die Kasuistik einer seltenen, infektionsassoziierten, neurologischen Komplikation präsentiert – einer bilateralen, reversiblen kortikalen Blindheit – ähnlich einem posterioren reversiblen Leukoenzephalopathie-Syndrom (PRES).


SARS-CoV-2-assoziiertes Guillain-Barré-Syndrom ohne vorherige Infektsymptomatik – Kasuistik und Literaturvergleich

15. Mai 2020 – Im April wurde ein erster Fall eines vermutlich SARS-CoV-2-assoziierten Guillain-Barré-Syndroms (GBS) aus China publiziert; es folgten weitere Arbeiten aus Italien und Spanien zu kleinen Fallserien [wir berichteten]. Während sich ein GBS nach anderen respiratorischen oder gastrointestinalen Infektionen meist bis zu vier Wochen nach einer Infektion entwickelt, waren alle im Zusammenhang mit COVID-19 berichteten Fälle durch eine auffällig kurze Latenzzeit mit Ausbildung der neuromuskulären Symptomatik während oder nach nur (3-)5-10 Tagen gekennzeichnet. Nun wurde auch eine Kasuistik aus Deutschland publiziert und mit den bisherigen Fällen verglichen.


Amantadin und Memantin schützen möglicherweise vor COVID-19

15. Mai 2020 – Es gibt zunehmend Daten, die nahelegen, dass Adamantane, unter anderem in Amantadin und Memantin, einen protektiven Effekt gegen COVID-19 haben könnten. Passend zu verschiedenen in vitro-Befunden zeigt eine polnische Fallserie von 22 SARS‐CoV-2-positiven Patienten, die wegen neurologischer Grunderkrankungen auf Amantadin oder Memantin eingestellt waren, dass kein einziger von ihnen schwer an COVID-19 erkrankte.


Bedeutung neurologischer Symptome im Hinblick auf das COVID-19-Therapiemanagement

15. Mai 2020 – Ziel eines erfolgreichen COVID-19-Therapiemanagements ist, zu verhindern, dass sich eine milde Infektion zu einer schweren ausweitet. Leichte neurologische Symptome treten oft schon zu Beginn der Erkrankung auf und sollten dazu führen, dass eine mögliche zugrundeliegende COVID-19-Erkrankung entdeckt und rechtzeitig erforderliche Maßnahmen eingeleitet werden. In diesem Review geben die Autoren praktische Empfehlungen für den klinischen Alltag.


COVID-19: Implikationen in der Neurologie und Neurochirurgie – ein Literaturreview

15. Mai 2020 – Die COVID-19-Pandemie hat die Medizinlandschaft weltweit stark verändert; das Wissen hinsichtlich eines optimalen Patientenmanagements nimmt kontinuierlich zu. Die verfügbaren Daten umfassen Kasuistiken, Fallserien, Protokolle und Empfehlungen bis hin zu Observations- und ersten prospektiven Studien. Das vorliegende Review versucht, den aktuellen Wissensstand zusammenzufassen und „best practice“ Empfehlungen zu geben – soweit dies die Neurologie und Neurochirurgie betrifft. 


COVID-19 und Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen Empfehlungen der „World Muscle Society“

13. Mai 2020 – Die „World Muscle Society“ hat ihre Empfehlungen zu COVID-19 und Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen aktualisiert bzw. ergänzt. Nach wie vor gelten die bisherigen Empfehlungen. Neu ist der Aspekt der sicheren De-Eskalation der Abschirmung und Selbstisolierung, damit Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen soziale Interaktionen und Bildung wiederaufnehmen, arbeiten oder an geplanten medizinischen Terminen teilnehmen können.


Stellungnahme der DGN Kommission Epilepsien und Synkopen zu COVID-19 Infektionen und Epilepsie

11. Mai 2020 – Nach aktuellem Kenntnisstand haben Epilepsiepatienten weder ein erhöhtes Ansteckungsrisiko noch ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung. Bei der Therapie der neuartigen Infektionskrankheit ist es aber wichtig, mögliche Wechselwirkungen von zur COVID-19-Erkrankung eingesetzten Substanzen mit den jeweiligen Antikonvulsiva zu beachten.


COVID-19 verhindert leitliniengerechte Therapie ischämischer Schlaganfälle

07. Mai 2020 – Mehrere Fallserien berichteten von Schlaganfällen bei hospitalisierten COVID-19-Patienten. Zuletzt erschien die Fallserie aus New York von unter 50-jährigen COVID-19-Patienten mit Infarkten großer Hirnarterien. Nun wurde erstmals über vier US-Patienten berichtet, bei denen ein Schlaganfall der Grund für die Hospitalisierung war, die COVID-19-Erkrankung erst danach erkannt wurde. Bei drei der vier Patienten verhinderte die schwerwiegende Viruserkrankung eine leitliniengerechte Schlaganfalltherapie.


Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Ablauf der NINDS-CREST-2-Studie

07. Mai 2020 – Die multinationale, multizentrische NINDS („National Institute of Neurological Disorders and Stroke“) CREST-2 („Carotid Revascularization and Medical Management for Asymptomatic Carotid Stenosis Trial“)-Studie soll die Frage klären, ob asymptomatische Karotisstenosen höheren Grades hinsichtlich der Langzeitergebnisse (Schlaganfallprävention) besser mit einer Operation oder einem Stent zu versorgen sind. Doch der Studienverlauf wird im Moment stark durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst. Hier werden die Auswirkungen der Pandemie auf das Studienprojekt beschrieben und Maßnahmen diskutiert, mit denen die Studie weitergeführt werden kann.


Blutdrucksenker erhöhen nicht das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf

07. Mai 2020 – Drei Anfang Mai im „The New England Journal of Medicine“ publizierte Observationsstudien zeigen: ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-Blocker erhöhen weder das Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf noch die Wahrscheinlichkeit, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren.


Internationale Konsensusempfehlungen für die optimale Betreuung von Epilepsiepatienten während der COVID-19 -Pandemie

07. Mai 2020 – Die „American Academy of Neurology“ hat internationale, unabhängige Konsensusempfehlungen (USA, Schottland, Argentinien, China, Italien, Niederlande, Australien, Indien, UK) für die optimale Betreuung von Epilepsiepatienten während der COVID-19-Pandemie erarbeitet. Ziel ist ein bestmöglicher Schutz vor einer Infektion bzw. das Vermeiden stationärer Behandlungen sowie von Besuchen in Notfallambulanzen.


Epileptische Anfälle im Verlauf einer COVID-19-Erkrankung

07. Mai 2020 – Ein Fallbericht aus den USA über einen älteren COVID-19-Patienten ohne bisherige Anfallsanamnese zeigt eine weitere mögliche neurologische Komplikation im intensivtherapeutischen Verlauf. Es kam es zu multiplen tonisch-klonischen Anfällen. Mehrere Risikofaktoren für zerebrovaskuläre Komplikationen lagen vor, die Vorstellung in der Klinik erfolgte wegen neurologischer Symptome nach einer Hypoglykämie.


COVID-19-assoziierte Enzephalopathie: Ein Fallbericht

07. Mai 2020 – Eine Kasuistik aus den USA berichtet von einen 74-jährigen COVID-19-Patienten, bei dem die respiratorische Symptomatik zunächst verkannt wurde, der dann aber innerhalb von 24 Stunden Zeichen einer akuten Enzephalopathie mit Bewusstseinsstörungen aufwies. Erst daraufhin wurde auch ein SARS-CoV-2-Test durchgeführt.


Prävalenz neurologischer Erkrankungen bei stationären COVID-19-Patienten

07. Mai 2020 – Das Auftreten neurologischer Komplikationen bei COVID-19-Patienten sowie die Behandlung von COVID-19-Patienten mit präexistenten neurologischen Erkrankungen stellt für die behandelnden Ärzte eine besondere Herausforderung dar. Ein Review US-amerikanischer Forscher gibt einen Überblick über die aktuell verfügbare Literatur zur Häufigkeit neurologischer Problematiken bei COVID-19-Patienten.


Die Rolle des Atemzentrums bei COVID-19 – molekulare Mimikry von Virus und Schrittmacherneuronen

07. Mai 2020 – Bei SARS-CoV-2 kann die Infektion des Gehirns von der Nasenschleimhaut aus durch die Lamina cribrosa über den Bulbus olfactorius erfolgen. SARS-CoV-2 kann dann via transsynaptischen Transfer über olfaktorische Neuronen weiter bis in den Thalamus und den Hirnstamm vordringen. Die Infektion des Atemzentrums scheint bei manchen Patienten zum respiratorischen Versagen beizutragen. Zwei aktuelle Publikationen erklären den zugrundeliegenden Pathomechanismus genauer; das Phänomen einer molekularen Mimikry könnte dabei eine Rolle spielen.


Aktualisierte Stellungnahme der DGN-Kommission Zerebrovaskuläre Erkrankungen

05. Mai 2020 – Die DGN-Kommission Zerebrovaskuläre Erkrankungen hat ihre Stellungnahme zu den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Versorgung zerebrovaskulärer Erkrankungen aktualisiert.

 

April 2020


ELISA-Studie Lübeck: Längsschnittuntersuchung zu Infektionen mit SARS –CoV-2

30. April 2020 – Aktuell werden erste Lockerungen der Einschränkungen umgesetzt, obwohl die Gefahr eines unkontrollierten Anstiegs von Infektionszahlen bislang nur unzureichend abgeschätzt werden kann. Eine ELISA-Studie in Lübeck soll Aufschluss über die tatsächliche Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) geben.


Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor für schwere Verläufe bei Covid-19-Patienten mit Pneumonien

30. April 2020 – Ein aktuelles Review, in dem die Autoren systematisch Daten von fast 6.500 Covid-19-Patienten aus 30 Studien auswertete, zeigte: Diabetes mellitus war mit einer höheren Mortalität und mit schweren Covid-19-Verläufen sowie mit einem häufigeren Auftreten des „Acute Respiratory Distress Syndrome“ (ARDS) verbunden. Geschlecht, kardiovaskuläre oder pneumologische Vorerkrankungen (z.B. COPD) hatten keinen Einfluss auf die Assoziation, wohl aber das Alter.


SARS-CoV-2: Ist nach der Pandemie eine Welle an neuropsychiatrischen Spätfolgen zu befürchten?

30. April 2020 – Die SARS-CoV-2-Pandemie verursacht Stress. Die Autoren einer aktuellen Arbeit heben hervor, dass Angst vor Covid-19, aber auch die Sorge um die (wirtschaftliche) Zukunft Menschen psychisch krank machen kann. Weniger bekannt sei jedoch, dass auch das Virus selbst bzw. der Befall des zentralen Nervensystems langfristig zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen kann - die Autoren sprechen von einer Welle neuropsychatrischer Folgeerkrankungen, auf die Neurologinnen und Neurologen vorbereitet sein sollten. So könnte es auch zu einer Zunahme an psychotischen Störungen, neuromuskulären und ggf. sogar neurodegenerativen Erkrankungen kommen.


Antiphospholipid-Antikörper als mögliche Ursache von Koagulopathien bei Covid-19-Patienten

30. April 2020 – Eine Arbeit aus China beschreibt den Nachweis von Antiphospholipid-Antikörper als seltene Ursache einer klinisch bedeutsamen Koagulopathie mit multiplen Infarkten bei Intensivpatienten mit Covid-19.


Covid-19-assoziierte thrombembolische Komplikationen

30. April 2020 – Eine am Universitätsklinikum in Mailand durchgeführte Studie ermittelte die Rate thrombembolischer Komplikationen bei 388 konsekutiven Covid-19-Patienten während eines Beobachtungszeitraums von acht Wochen (Mitte Februar bis Mitte April 2020). Die Patienten waren im Mittel 66 Jahre alt, 68% waren männlich, 16% mussten intensivmedizinisch behandelt werden. Obwohl alle Intensivpatienten eine Thromboseprophylaxe erhalten hatten, betrug die kumulative Rate thrombembolischer Ereignisse 27,6%.


Zerebrale Territorialinfarkte bei jüngeren Covid-19-Patienten

30. April 2020 – Eine Fallserie aus New York beschreibt fünf unter 50-jährige Covid-19-Patienten mit Infarkten großer Hirnarterien. Während in Wuhan (bei einer beschriebenen Schlaganfallrate von 5% bei Covid-19-Patienten – siehe oben) der jüngste Patient 55 Jahre alt war, war in dieser Fallserie das junge Alter der Betroffenen auffällig. Außerdem hatten nur drei Patienten Vorerkrankungen und keiner wies schwere klinische respiratorische Symptome auf.


Akute zerebrovaskuläre Ereignisse bei Covid-19

30. April 2020 – Eine retrospektive Singlecenter-Studie aus Wuhan erfasste über sechs Wochen von Januar bis Februar 2020 insgesamt 221 konsekutive bestätigte COVID-19-Fälle. Die Autoren analysierten das Auftreten akuter zerebrovaskulärer Ereignisse (bzw. CVD „acute cerebrovascular disease”) und verglichen klinische Charakteristika, Laborwerte, Therapie und Outcome der Betroffenen mit denen von COVID-19-Patienten ohne akute CVD.


Registerstudie zu Covid-19 der Jungen Neurologen

27. April 2020 – Die DGN unterstützt die systematische Erfassung neurologischer Komplikationen und Spätfolgen von COVID-19 sowie die Auswirkungen dieser Virusinfektion auf neurologische Patienten über LEOSS – eine Initiative der DGN JuNos (Junge Neurologen)


Guillain-Barré- und Miller Fisher-Syndrom bei Covid-19-Patienten

23. April 2020 – Anfang April wurde erstmals der Verdacht eines SARS-CoV-2-assoziierten Guillain-Barré-Syndroms (GBS) in „Lancet Neurology“ diskutiert [1]. Am 17.04.2020 folgten gleich zwei weitere Arbeiten in „The New England Journal of Medicine“ und „Neurology“, die ein GBS bzw. als GBS-Variante das Miller Fisher-Syndrom (MFS) bei insgesamt sieben COVID-19-Patienten beschreiben [2, 3]. Während sich das GBS/MFS nach anderen Infektionen meist bis zu vier Wochen nach einer Infektion entwickelt, sind alle hier berichteten Fälle durch eine auffällig kurze Latenzzeit mit Ausbildung der neuromuskulären Symptomatik nach nur (3-)5-10 Tagen gekennzeichnet.


Covid-19-assoziierte akute nekrotisierende hämorrhagische Enzephalopathie

24. April 2020 – COVID-19 kann mit schwersten neurologischen Komplikationen einhergehen. Dies zeigt auch die vermutlich erste Fallbeschreibung einer SARS-CoV-2-assoziierten akuten nekrotisierenden hämorrhagischen Enzephalopathie (ANE), ein Erkrankungsbild, das von anderen Virusinfektionen  bekannt ist und sonst eher bei Kindern als bei Erwachsenen auftritt. Die Patientin, eine Stewardess im Alter von Ende 50, litt seit drei Tagen an Husten, Fieber und einer zunehmenden mentalen Beeinträchtigung.


Bedeutung der Autopsie bei Covid-19

24. April 2020 – Bei dieser Arbeit handelt es sich vermutlich um den ersten Bericht über komplette Obduktionen von COVID-19-Patienten in der englischsprachigen Literatur. Autopsiebefunde zweier SARS-CoV-2-positiver Patienten mit ARDS und schweren Komorbiditäten werden exemplarisch vorgestellt. Die Fälle illustrieren die große Herausforderung, vor der Pathologen bei der Bestimmung der Todesursache SARS-CoV-2-positiver Patienten künftig stehen könnte.


Inzidenz thromboembolischer Ereignisse lag bei intensivpflichtigen Covid-19-Patienten bei 31%

24. April 2020 – Eine niederländische Studie untersuchte thrombotische Komplikationen bei 184 intensivpflichtigen Covid-19-Patienten mit Pneumonie. Insgesamt lag die Inzidenz bei 31% - und war damit überraschend hoch, denn die Patienten hatten eine Thromboseprophylaxe erhalten. Bei weitem am häufigsten, und zwar in 27% der Fälle, traten venösen Thromboembolien auf (25 Lungenembolien und 3 andere VTE), der Anteil arterieller thrombotischer Ereignisse (in dieser Erhebung ausschließlich ischämische Schlaganfälle) betrug 3,7%.


Informationen für Neurologische Praxen während der COVID-19-Pandemie

22. April 2020 – Vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) wurden einige wichtige Informationen zur Praxisführung im Rahmen der COVID-19- Pandemie zusammengestellt. Alle Empfehlungen finden Sie regelmäßig aktualisiert auf der Newsplattform des BDN: https://neurologen-psychiater-corona-praxishilfe.info.


Aktualisierter Kommentar: Immuntherapien bei neuroimmunologischen Erkrankungen vor dem Hintergrund der SARS-CoV-2-Pandemie

21. April 2020 – Die Pandemie des neuen Corona-Virus SARS-CoV-2 führt bei Betroffenen mit neurologischen Autoimmunerkrankungen, ihren Angehörigen und Behandlern zu Fragen bezüglich der Weiterführung immunsuppressiver oder immunmodulatorischer Medikamente. Die DGN-Kommission Neuroimmunologie hat dazu ihre Kommentierung aktualisiert.


Aktualisierte Stellungnahme: Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Versorgung zerebrovaskulärer Erkrankungen

20. April 2020 – Die aktuelle Pandemie des neuen Corona-Virus SARS-CoV-2 betrifft direkt und indirekt auch die Versorgung zerebrovaskulärer Erkrankungen weltweit und in Deutschland. Dazu hat die DGN-Kommission Zerebrovaskuläre Erkrankungen eine aktualisierte Stellungnahme ausgearbeitet.


Praxisleitfaden für den Umgang mit dementen Patienten in Pflegeeinrichtungen zu Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie

17. April 2020 – Eine Essener Arbeitsgruppe hat in Abstimmung mit der DGN-Kommission Demenz einen Praxisleitfaden für den Umgang mit dementen Patienten in Pflegeeinrichtungen zu Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie entwickelt. Bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 gehören die meisten Demenzkranken aufgrund häufiger Begleiterkrankungen und dem im Durchschnitt höheren Lebensalter zur Hochrisikogruppe.


Möglichen Mechanismen der Neurotropie von SARS-CoV-2

17. April 2020 – Ein aktuelles Review [1] fasst chinesische Daten zu Covid-19 und neurologischen Manifestationen, v.a. virale Enzephalitis, infektiöse/toxische Enzephalopathien sowie akute zerebrovaskuläre Ereignisse, zusammen. Die Autoren beleuchten die verschiedenen Mechanismen der Neurotropie von SARS-CoV-2, u.a. seine Bindung an den ACE2-Rezeptor, die nicht nur grundlegender Mechanismus des Viruseintritts ist, sondern auch das Risiko der Betroffenen für zerebrovaskuläre Ereignisse erhöhen kann. Interessanterweise haben deutsche Wissenschaftler gestern im Journal „Cell“ [2] einen zielgerichteten Therapieansatz vorgestellt, um die Bindung von SARS-CoV-2 an ACE2 zu blockieren.


Enzephalopathie als SARS-CoV-2-Manifestation – Daten aus Straßburg

17. April 2020 – Während der COVID-19-Pandemie verzeichnen die Stroke Units in Deutschland einen deutlichen Rückgang an Patienten, ein Trend, der in ganz Europa zu beobachten ist und die Experten beunruhigt. Denn eigentlich müssten es mehr, nicht weniger Patienten sein. Professor Gerloff appellierte im NDR TV, Schlaganfallsymptome ernst zu nehmen und trotz Corona-Krise den Notruf zu wählen.


Phänomen der „leeren“ Stroke Units während der Corona-Krise – Prof. Christian Gerloff sprach dazu in „NDR Visite“

17. April 2020 – Während der COVID-19-Pandemie verzeichnen die Stroke Units in Deutschland einen deutlichen Rückgang an Patienten, ein Trend, der in ganz Europa zu beobachten ist und die Experten beunruhigt. Denn eigentlich müssten es mehr, nicht weniger Patienten sein. Professor Gerloff appellierte im NDR TV, Schlaganfallsymptome ernst zu nehmen und trotz Corona-Krise den Notruf zu wählen.


Ist SARS-CoV-2 ein Schlaganfallauslöser?

17. April 2020 – In einer aktuellen Studie aus Wuhan [1] wiesen 40 von 88 Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen neurologische Symptome auf. Allein fünf von ihnen hatten einen Schlaganfall erlitten. Ob die zerebrovaskulären Ereignisse eine direkte Infektionsfolge sind oder bei schwerkranken Covid-19-Patienten häufiger auftreten, weil sie in der Regel mehr Schlaganfall-begünstigende Begleiterkrankungen aufweisen, muss weiter untersucht werden. Wichtig ist, dass Neurologen für das erhöhte Schlaganfallrisiko bei Covid-19-Patienten sensibilisiert sind, damit Insulte auch bei beatmeten Patienten rechtzeitig erkannt und behandelt werden.


Nicht-invasive Heimbeatmung unter der SARS-CoV2-Pandemie – COVID-19-Erkrankung und Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen

16. April 2020 – Die COVID-19-Pandemie verursacht vielfältige Einschränkungen für Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen und Heimbeatmung. Diese Gruppe von Patienten ist hochabhängig von einer komplexen Versorgungskette mit speziellem Ausrüstungsmaterial und der damit verbundenen spezialisierten Pflege. Herausforderungen betreffen die tägliche Beatmung zu Hause unter Selbstisolation/Quarantäne, sowie die Verwendung des eigenen Beatmungssystems bei der Aufnahme in ein Krankenhaus.


NDR Visite vom 14.04.2020 mit Prof. Christian Gerloff

14. April 2020 – Während der COVID-19-Pandemie verzeichnen die Stroke Units in Deutschland einen deutlichen Rückgang an Patienten, ein Trend, der in ganz Europa zu beobachten und auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen ist.


SARS-CoV-2-Meningitis ohne Atemwegs-Symptomatik

9. April 2020 – Mit dem ersten publizierten Fallbericht aus Japan über einen Patienten mit isolierter SARS-CoV-2-Meningitis möchten die Autoren auf eine weitere, schwerwiegende neurologische Komplikation von COVID-19 hinweisen.Der Patient wurde mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht, nachdem es zuhause nach einem Krampfanfall bewusstlos aufgefunden wurde.


Auffälligkeiten der Lymphozytendifferenzierung bei COVID-19-Pneumonie

9. April 2020 – Verschiebungen in den Lymphozyten-Subpopulationen zeigen eine deutliche Assoziation mit klinischen Charakteristika der SARS-CoV2-Infektion (COVID-19) – insbesondere hinsichtlich der Schwere der Erkrankung sowie des voraussichtlichen Therapieansprechens.


COVID-19-Leitlinien speziell für NMOSD- und MS-Patienten

9. April 2020 – Die COVID-19-Pandemie stellt auch bei der Betreuung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und anderen neuroinflammatorischen Erkrankungen wie der Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) eine besondere Herausforderung dar.


Was es bedeutet, zu Zeiten von SARS-CoV-2 Neurologe zu sein…

9. April 2020 – Die Neurologin Anna Bersano berichtet aus Mailand, einem der Epizentren der SARS-CoV2-Krise, und teilt ihre Erfahrungen in einem in „Neurology“ publizierten Artikel. Punkte, auf die sie eingeht, sind die neurologische Symptomatik von Covid-19 und die Herausforderungen, die eine Re-Organisation der Kliniken für die neurologische Versorgung mit sich bringt.


Corona-Krisenmanagement: Handlungsempfehlungen für Intensivstationen

9. April 2020 – Vor drei Tagen erschien eine Arbeit mit Handlungsempfehlungen für Intensivstationen. Es sei an der Zeit, sich auf eine hohe Anzahl von intensivpflichtigen Patienten einzustellen. Der Ausbau von Intensivkapazitäten sei wichtig, auch die Optimierung von Workflows. Für den „worst case“ sollten Triagierungspläne vorliegen.


Stellungnahmen von DGN-Kommissionen zur aktuellen Situation

9. April 2020 – Die Situation stellt alle Fachbereiche und Subdisziplinen vor besondere Herausforderungen, weshalb verschiedene klinische Kommissionen der DGN Stellungnahmen für Sie ausgearbeitet haben.


NeuroNews: Prof. Gerloff und Prof. Berlit im Interview bei NDR Visite

8. April 2020 – Bei einigen Covid-19-Erkrankten greift das Coronavirus den Geruchs- und Geschmackssinn an. Zudem wird eine Beteiligung des Hirnstamms vermutet. Was das für die Diagnose und Behandlung der Erkrankung bedeutet, erklärten die DGN-Experten in der beliebten TV-Sendung.


Stellungnahme: Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Versorgung von Parkinson-Patienten

7. April 2020 – In Deutschland leben ca. 400.000 Menschen mit einer Parkinson-Erkrankung. Die medizinische Versorgung der Betroffenen umfasst nicht nur die medikamentöse Therapie, sondern auch Begleittherapien wie Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie. Um die Patienten bestmöglich zu versorgen und die Progression der Erkrankung zu verlangsamen, ist eine komplexe, aus mehreren Bausteinen bestehende Therapie notwendig, die im Normalfall zahlreiche Patienten-Behandler-Kontakte erforderlich macht.


Pressemitteilung: Welchen Verlauf nimmt COVID-19 bei Patienten mit Multipler Sklerose?

6. April 2020 – Auf Initiative der Study Group des KKNMS (Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose e. V.) hat das europäische LEOSS-Register (Lean European Open Survey on SARS CoV II Infected Patients) MS-spezifische Fragestellungen in die Erfassung aufgenommen. Aus der Registerauswertung erhofft man sich Antworten auf die Fragen, ob das Risiko einer COVID-19-Infektion bei MS-Patienten erhöht ist und ob eine immunmodulatorische Therapie einen Einfluss auf den Verlauf der neuartigen Viruserkrankung hat.


Stellungnahme: Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Versorgung neuroonkologischer Patienten

6. April 2020 – Die Pandemie des Coronavirus SARS-CoV-2/COVID-19 hat Auswirkungen auf alle Bereiche der Medizin und betrifft direkt und indirekt auch die Versorgung neurologischer Patienten weltweit und auch in Deutschland. Allerdings wird hierdurch nach Kenntnis der Kommission Neuroonkologie der DGN die angemessene Versorgung und Behandlung von Patienten mit neuroonkologischen Erkrankungen nicht behindert.


Pressemitteilung: Die Schlaganfallversorgung muss auch während der SARS-CoV-2- Pandemie ohne Qualitätseinbußen gewährleistet sein!

3. April 2020 – Die DGN sieht mit Sorge, dass im Rahmen der aktuellen SARS-CoV-2- Pandemie zunehmend Stroke-Unit-Betten in Beatmungsbetten umgewandelt werden, denn Daten aus China und Italien deuten darauf hin, dass es zu einer möglichen Häufung von Schlaganfällen und anderen vaskulären Komplikationen bei Covid-19-Patienten kommen kann.


Stellungname: „Es muss sichergestellt werden, dass alle Patienten die für sie notwendigen Behandlungen erhalten“ - Gemeinsame Stellungnahme der DGN und DGNR

2. April 2020 – In der Pandemie-Situation werden im Moment vielfältige organisatorische Maßnahmen getroffen. In einer gemeinsamen Stellungnahme appellieren die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR) daran, die Versorgung aller Patienten sicherzustellen.


Stellungnahme: Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Versorgung zerebrovaskulärer Erkrankungen

1. April 2020 – Die aktuelle Pandemie des neuen Corona-Virus SARS-CoV-2 betrifft direkt und indirekt auch die Versorgung zerebrovaskulärer Erkrankungen weltweit und in Deutschland. Dazu hat die DGN-Kommission Zerebrovaskuläre Erkrankungen eine Stellungnahme ausgearbeitet.


Neurotropie des Coronavirus könnte eine Rolle bei schweren SARS-CoV2-Verläufen spielen

1. April 2020 – SARS-CoV2 kann zu schweren Pneumonien führen, die u. U. ein ARDS „Acute respiratory distress syndrome“ auslösen. Hauptsymptom vieler Patienten mit schwerer Covid-19 ist die respiratorische Insuffizienz. Ein aktuell publiziertes Review zeigt auf, dass ein neurologischer Pathomechanismus zur Problematik beitragen kann.


Aufklärung der Struktur des Hauptenzyms der Coronavirus-Replikation und Entwicklung eines spezifischen Inhibitors

1. April 2020 – „Science“ erschien eine Arbeit des Teams um Prof. Dr. Rolf Hilgenfeld, Lübeck. Den Forschern ist es gelungen, die Kristallstruktur von „Mpro“, dem Hauptenzym der Virusreplikation aufzuklären und einen inhalativ applizierbaren Mpro-Inhibitor pharmakologisch zu optimieren.


Hohe SARS-CoV2-Dunkelziffer erklärt die schnelle Ausbreitung der Pandemie

1. April 2020 – Eine in „Science“ publizierte Arbeit berechnete, dass es vor allem undokumentierte Infektionsfälle in China waren, die der Verbreitung der Corona-Pandemie Vorschub geleistet haben. Die Wissenschaftler erstellten ein epidemiologisches Rechenmodell, demzufolge vor dem 23. Januar 2020 lediglich 14% der tatsächlichen Coronafälle in China dokumentiert waren.


Chinesische Leitlinie zum Umgang mit der COVID-19-Epidemie

1. April 2020 – Eine Kommission der Regierung der Volksrepublik China hat eine „Leitlinie zum Umgang mit der COVID-19-Epidemie“ erstellt (16.03.2020). Die Erkenntnisse beruhen auf den Erfahrungen mit den hohen Fallzahlen in China und geben Empfehlungen zu allen Aspekten des Pandemiemanagements.


Epidemiologie eines Covid-19-Ausbruchs in einer Pflegeeinrichtung

1. April 2020 – Alters- und Pflegeheime gelten als Hochrisiko-Umgebungen für Covid-19-Ausbrüche. Eine aktuelle Publikation zeigt eindrucksvoll, dass bereits ein einzelner Fall nicht unterschätzt werden darf.

 

März 2020


Pressemitteilung: Atemstillstand bei schweren SARS-CoV2-Verläufen kann auch neural vermittelt sein

31. März 2020 – Ein kleiner Anteil der Patienten mit SARS-CoV2-Infektion verstirbt an einem akuten Lungenversagen, meistens in Folge einer schweren Form der Lungenentzündung. Eine kürzlich publizierte Arbeit [1] beschreibt jedoch einen weiteren möglichen, bislang wenig erforschten Pathomechanismus des tödlichen Lungenversagens.


NeuroNews: Coronavirus SARS-CoV2-Infektion/Covid-19 Erkrankung und Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen

31. März 2020 – Die „World Muscle Society“ hat gemeinsam mit Mitgliedern des Editorial Board des Journals „Neuromuscular Disorder“, der „European Academy of Neurology Scientific Panel Muscle & NMJ Disorders“ und dem Exekutiv-Komitee der ERN EURO-NMD ein Positionspapier erarbeitet, das die wesentlichen Fragen in Zusammenhang mit Coronavirus SARS-CoV2 -Infektion/Covid-19 Erkrankung bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen beantwortet.


Information: Wichtige Informationen für Vertragsärzte während der Coronakrise

27. März 2020 – Der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) wendet sich gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit einer Sonderinformation zur Coronakrise an die Ärztinnen und Ärzte im ambulanten Bereich.


Pressemitteilung: Neurologische Patienten sollten ihre Immuntherapie nicht aus Angst vor dem Coronavirus absetzen!

27. März 2020 – Patienten mit einer neurologischen Autoimmunerkrankung erhalten häufig immunsupprimierende oder immunmodulierende Medikamente, die per se infektanfälliger machen. Aber einen konkreten Hinweis dafür, dass die Immuntherapie das Risiko erhöht, sich mit SARS-CoV-2 (Coronavirus) anzustecken oder an COVID-19 zu erkranken, gibt es derzeit nicht.


NeuroNews: LEOSS-Register erfasst MS-spezifische Kriterien bei SARS CoV II-infizierten Patienten: Bitte pflegen Sie Ihre Patientendaten ein!

25. März 2020 – Auf Initiative der Study Group des KKNMS (Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose) e. V hat das europäische LEOSS-Register MS-spezifische Fragestellungen in die Erfassung aufgenommen.