Aktuelle Informationen zur SARS-CoV-2-Pandemie

An dieser Stelle finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Veröffentlichungen, Pressemitteilungen und Stellungsnahmen zu SARS-CoV-2/COVID-19 mit Bezug zur Neurologie. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

 

Juli 2020


Schützen weibliche Sexualhormone vor schweren COVID-19-Verläufen?

30. Juli 2020 – Die weltweite Datenlage zeigt konsistent, dass Frauen, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben, eine geringere Morbidität, geringere Schwere der COVID-19-Erkrankung und ein besseres Behandlungsergebnis haben. Eine chinesische Studie versuchte, die Ursachen dafür zu eruieren und kam zu dem Ergebnis, dass Estradiol und Anti-Müller-Hormon möglicherweise protektiv wirken könnten.


Genvarianten, die zu immunologischen Defekten führen, aggravieren den Verlauf von COVID-19-Verläufen

30. Juli 2020 – Schwere COVID-19-Erkrankungen wurden nicht nur bei alten, vorerkrankten Patienten, sondern auch bei jungen, gesunden Männern beobachtet. Unklar ist, welche Voraussetzungen für einen schweren Erkrankungsverlauf prädestinieren. Bei vier jungen männlichen Patienten (im Alter zwischen 21 und 32 Jahren) wird eine seltene Genvariante beschrieben, die zu einem primären Immundefekt führt und die Erkrankung aggraviert haben könnte.


Erste große COVID-19-Auswertung aus Deutschland

30. Juli 2020 – Am Dienstagabend haben deutsche Intensivmediziner eine erste große Auswertung zum Outcome von COVID-19-Patienten, die in deutschen Krankenhäusern behandelt werden mussten, vorgelegt. Die wesentlichen Ergebnisse: Die Mortalität war stark vom Alter der Patienten und der Komorbidität abhängig, besonders hoch war sie bei Dialysepatienten. Aber auch die Schwere der Erkrankung erhöhte die Sterblichkeit: Bei beatmungspflichtigen Patienten lag die Mortalitätsrate insgesamt bei 50%.


Bei Zytokinsturm: Therapie mit IVIG und Methylprednisolon

30. Juli 2020 – Bei einem Zytokinsturm, der in diesem Fall zu einer Myoperikarditis führte, war die Therapie mit Kortikoiden und IVIG hilfreich, wie eine Kasuistik demonstrierte.


Prophylaxe thromboembolischer Ereignisse bei COVID-19-Patienten

30. Juli 2020 – Viele Studien haben gezeigt, dass das Risiko für thromboembolische Ereignisse bei COVID-19-Patienten erhöht ist. Eine Antikoagulation scheint daher indiziert, doch in welcher Dosis? Eine aktuell publizierte Arbeit aus Padua/Italien zeigt, dass eine höherdosierte Antikoagulation gegenüber einer niedrigdosierten prophylaktischen Gabe bei hospitalisierten Patienten keinen Vorteil bringt.


Neuroradiologische Befunde bei hospitalisierten COVID-19-Patienten

30. Juli 2020 – In einer bereits im Mai publizierten italienischen Erhebung wurden die Bildgebungsbefunde von 108 hospitalisierten COVID-19-Patienten ausgewertet, die während ihres Krankenhausaufenthalts neurologische Symptome entwickelt hatten. Am häufigsten wurden ischämischen Hirninfarkte diagnostiziert.


Neurologische Manifestationen bei kritisch kranken COVID-19-Patienten

30. Juli 2020 – Mitte April hatte eine chinesische Arbeitsgruppe [1] neurologische Manifestationen bei kranken COVID-19-Patienten beschrieben und bezifferte den Anteil der Patienten mit neurologischen Begleiterscheinungen mit 36,4% - wir berichteten. Nun werteten die gleichen Autoren im Rahmen einer Single-Center-Studie [2] das Auftreten neurologischer Symptome und Begleiterkrankungen bei kritisch kranken COVID-19-Patienten aus. Dort lag der Anteil sogar bei 65%.


Dexamethason führt zu einem verbesserten 28-Tage-Überleben bei beatmeten COVID-19-Patienten

23. Juli 2020 – Dexamethason, ein künstliches Glukokortikoid, wirkt antiödematös und antiinflammatorisch und hemmt darüber hinaus das Immunsystem. Es ist zur Therapie von allergischen und entzündlichen Prozessen sowie Atemwegserkrankungen zugelassen. Wir Neurologen kennen es aus der Hirnödembehandlung in der Neuroonkologie. Nach ersten positiven Berichten wurde nun in einer kontrollierten Studie untersucht, welchen Einfluss der Wirkstoff auf die 28-Tage-Mortalität von hospitalisierten COVID-19-Patienten hat. Die Studie war Teil einer Plattformstudie („RECOVERY Platform“).


Impfungen gegen SARS-CoV-2: Neue Daten stimmen hoffnungsvoll

23. Juli 2020 – Die Weltgesundheitsorganisation WHO listet derzeit 166 Impfstoffprojekte, 142 Kandidaten befinden sich in der präklinischen Prüfung und 24 bereits in der klinischen. Eine am Montag in „The Lancet“ publizierte Phase-1/2-Studie belegte eine neutralisierende Antikörperantwort nach Impfung mit dem Vektor-Impfstoff ChAdOx1 nCoV-19 bei akzeptablem Sicherheitsprofil. Auch eine Phase-1-Studie zu einem mRNA-Impfstoff schloss mit positivem Ergebnis ab. Zu beiden Impfstoffen sollen in Kürze bereits große Phase-3-Studien anlaufen.


Thromboembolische Ereignisse bei hospitalisierten COVID-19-Patienten: Inzidenz und Risikofaktoren

23. Juli 2020 – Mehrere Publikationen haben bereits die Häufigkeit thromboembolischer Ereignisse bei COVID-19-Patienten untersucht, die Ergebnisse sind jedoch heterogen. In einer aktuellen US-amerikanischen Auswertung, in der die Daten von 3334 Patienten ausgewertet wurden, traten venöse und arterielle thromboembolische Ereignisse insgesamt bei 533 Patienten (= 16%) auf. Bei den 829 intensivpflichtigen Patienten der Kohorte lag die Rate mit 29,4% deutlich höher. Eine radiologische Studie zeigte darüber hinaus, dass COVID-19-Patienten häufiger Thromben in den unteren Extremitäten aufwiesen und ein höheres Amputationsrisiko haben.


Risikofaktoren für Mortalität bei kritisch kranken COVID-19-Patienten

23. Juli 2020 – Zwei aktuelle Studien, eine amerikanische und eine italienische, berichten Risikofaktoren für einen tödlichen Verlauf der COVID-19-Erkrankung. Alter und männliches Geschlecht waren in beiden Erhebungen mit einem höheren Mortalitätsrisiko verbunden. Die US-amerikanische Studie führt u.a. einen hohen BMI als Risikofaktor an, die italienische den Typ-2-Diabetes. Eine weitere Arbeit bewertete den Risikofaktor Adipositas – und kam zu dem Ergebnis, dass es sich um einen besonders relevanten Risikofaktor für ein schlechtes Outcome handelt. Ein BMI von über 35 verzwölffachte das Risiko.


Führt COVID-19 auch zu Langzeitschäden am Myokard?

23. Juli 2020 – Eine am Dienstag in „Circulation” publizierte Arbeit zeigte anhand von Bildgebungsdaten, dass Patienten nach einer COVID-19-Erkrankung möglicherweise irreversible Myokardschädigungen aufweisen, und zwar nicht nur diejenigen, die im Verlauf der Infektionserkrankung ein akutes Koronarsyndrom oder eine Lungenembolie erlitten hatten.


SARS-CoV-2 triggert die Bildung von Autoantikörpern

16. Juli 2020 – Immer mehr Publikationen berichten über akute oder längerfristige neurologische Symptome bei COVID-19-Patienten, wobei die Pathogenese in vielen Fällen unklar ist; unter anderem, weil im Liquor bisher nur in Ausnahmefällen ein direkter SARS-CoV-2-Nachweis gelungen ist. Daraus ergibt sich die Hypothese, dass indirekt viral vermittelte Mechanismen eine Rolle spielen könnten. Eine Studie der Berliner Charité untersuchte eine Reihe von Intensivpatienten auf anti-neuronale und anti-gliale Antikörper.


Symptompersistenz nach akuter SARS-CoV-2-Infektion bei 87% der Patienten

16. Juli 2020 – Eine Studie aus Italien untersuchte, ob und welche Symptome oder Beschwerden bei COVID-19-Patienten nach der Klinikentlassung bestehen blieben. Im April wurde an der Universitäts-Poliklinik in Rom ein „Postacute Outpatient Service“ eingerichtet. Bei Patienten, die die WHO-Kriterien zur Quarantänebeendigung erfüllten (Symptomrückgang, Fieberfreiheit seit drei Tagen, zwei negative PCR-Tests im Abstand von 24 Stunden), erfolgten Follow-up-Untersuchungen.


Spektrum neurologischer COVID-19-Manifestationen: Klinische, paraklinische und radiologische Befunde

16. Juli 2020 – Wie bereits viele Publikationen beschrieben, kann eine SARS-CoV-2-Infektion mit unterschiedlichen neurologischen und neuropsychiatrischen Erkrankungen bzw. Manifestationen einhergehen. Eine Studiengruppe vom National Hospital, Queen Square, UK, etablierte eine wöchentliche, virtuelle, neurologisch-multidisziplinäre COVID-19-Konferenz und erhob detaillierte klinische und paraklinische Daten von 43 Patienten mit PCR-bestätigter oder nach WHO-Kriterien wahrscheinlicher Diagnose und unterteilte die Befunde in fünf große neurologische Diagnosegruppen.


COVID-19-assoziierte Migräne mit Aura und Bewusstseinsstörung sowie Virusnachweis im Liquor

16. Juli 2020 – In bisherigen Publikationen wurde bisher nur einmal eine SARS-CoV-2-positive Liquor-PCR beschrieben. Die vorliegende Kasuistik aus Spanien stellt eine Patientin mit Gastroenteritis, visueller Aura, Migräne und Bewusstseinsstörung vor – ohne respiratorische Symptomatik, aber positivem Rachenabstrich sowie Virusnachweis im Liquor.


Faktoren des Therapieerfolgs von Tocilizumab bei COVID-19

16. Juli 2020 – Bei COVID-19 kann es bekanntermaßen zum Zytokinsturm kommen, häufige Folgen sind Organversagen und Tod. Die Therapie mit Tocilizumab, einem humanisierten, monoklonalen Antikörper gegen den IL-6-Rezeptor, war in verschiedenen Untersuchungen bereits erfolgreich. Eine Beobachtungstudie aus den USA untersuchte retrospektiv in fünf Kliniken die klinischen Patientenmerkmale, die mit dem Behandlungserfolg assoziiert waren.


Nüchternblutglukose über 7 mmol/l bei Krankenhausaufnahme ist ein Prädiktor der 28-Tage Mortalität

16. Juli 2020 – Eine vor wenigen Tagen publizierte, retrospektive Studie aus Wuhan wertete den Einfluss der Hyperglykämie auf die 28-Tage-Mortalität von 605 COVID-19-Patienten aus, die im Zeitraum vom 24. Januar bis zum 10. Februar 2020 stationär aufgenommen wurden. Sie erwies sich als unabhängiger Prädiktor der Mortalität, auch bei Patienten, die keinen vorbestehenden Diabetes hatten.


Sind in Deutschland die Kapazitäten für ein prolongiertes Weaning ausreichend?

09. Juli 2020 – Dieser Frage, die vor dem Hintergrund der SARS-Cov-2-Pandemie eine besondere Aktualität gewonnen hat, ging die Deutsche Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR) in einer Umfrage unter ihren Mitgliedern nach und publizierte die Ergebnisse in „Neurological Research and Practice“, dem englischsprachigen Open-Access-Journal der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).


COVID-19-assoziiertes Guillain-Barré- bzw. Miller Fisher-Syndrom

09. Juli 2020 – Bereits im April gab es Arbeiten, die ein GBS bzw. als GBS-Variante das Miller Fisher-Syndrom (MFS) bei COVID-19-Patienten beschrieben (wir berichteten). Aktuell wurden drei neue MFS-Kasuistiken aus Italien, Spanien und Deutschland publiziert [1, 2, 3], letztere erschien am Mittwoch als „Letter“ in „Neurological Research and Practice“. Darüber hinaus wurde aktuell ein Review [4] publiziert, das einen Überblick über alle bisher weltweit berichteten 24 COVID-19-assoziierten GBS-Fälle (sowie GBS-Subtypen) gibt.


COVID-19-Diagnose nach Schlaganfall

09. Juli 2020 – Es gibt inzwischen einige Fallserien und Studien über zerebrale Infarkte gerade bei jüngeren COVID-19-Patienten. Eine neue Fallserie aus dem Iran beschreibt sechs COVID-19-Patienten mit Schlaganfällen, die im Durchschnitt 43 (33-53) Jahre alt waren. 5/6 Patienten wurden – bei bis dato unbekanntem SARS-CoV-2-Status – primär wegen eines Schlaganfalls stationär eingewiesen.


SARS-CoV-2-Infektion geht häufiger mit ischämischen Schlaganfällen einher als Influenza

09. Juli 2020 – Über das Auftreten ischämischer Schlaganfälle bei COVID-19-Patienten wird immer wieder berichtet. Auch im Rahmen anderer viraler respiratorischer Infektionen wie Influenza A/B kann es zu Schlaganfällen kommen, wahrscheinlich aber deutlich seltener. Eine große retrospektive Kohortenstudie aus New York verglich COVID-19- und Influenza-Patienten aus Notfallambulanzen bzw. mit stationärer Behandlung hinsichtlich des Auftretens von ischämischen Schlaganfällen.


Wie hoch ist die neurologische Beteiligung bei SARS-CoV-2-Infektionen tatsächlich?

09. Juli 2020 – Am 2. Juli erschien in „The Lancet Neurology“ ein umfassendes Review zu neurologischen Manifestationen von COVID-19. Die Autoren verweisen darauf, dass COVID-19-assoziierte Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems prozentuell gesehen wahrscheinlich eher selten auftreten (wie bei SARS und MERS), durch die pandemisch hohen Infektionszahlen weltweit aber mit einer hohen absoluten Zahl dieser Patienten zu rechnen ist, z.T. sicher auch mit bleibenden neurologischen Schäden. Die Autoren fordern sorgfältig durchgeführte prospektive klinische und epidemiologische Studien, um die tatsächliche Prävalenz valide einschätzen zu können.


New Yorker Beobachtungsstudie zeigte keinen Effekt von Hydroxychloroquin und Azithromycin auf die Krankenhaussterblichkeit von COVID-19-Patienten

02. Juli 2020 – Hydroxychloroquin und Azithromycin werden oft bei schwer kranken COVID-19-Patienten eingesetzt, in Monotherapie oder auch kombiniert – doch möglicherweise mit deutlich weniger Erfolg als erhofft, wie eine in JAMA publizierte retrospektive Kohortenstudie zeigte. Die Patienten profitierten nicht im Hinblick auf die Mortalität. Bei Kombination beider Medikamente wurde sogar häufiger ein Herzstillstand beobachtet.


Statin-Therapie mit niedrigerer COVID-19-Mortalität assoziiert

02. Juli 2020 – Statine weisen ein anti-inflammatorisches pharmakologisches Profil auf, andererseits könnten sie das Risiko für SARS-CoV-2-Infektionen bzw. einen schwereren Erkrankungsverlauf erhöhen, da sie die Expression von ACE2-Rezeptoren fördern, über die das Virus in Zellen eindringt. Eine Studie aus China (Provinz Hubei) wertete retrospektiv 13.981 COVID-19-Patienten aus 21 Kliniken hinsichtlich potenzieller Auswirkungen einer Statin-Therapie aus.


Zwei retrospektive Kohortenstudien zeigen klinischen Nutzen von Tocilizumab bei schweren COVID-19-Erkrankungen

02. Juli 2020 – Kleine Studien aus China und Frankreich hatten bereits mögliche klinische Vorteile durch die Behandlung mit dem monoklonalen IL-6-Antikörper Tocilizumab für Patienten mit schwerer COVID-19-Pneumonie gezeigt. Dieser Eindruck bestätigte sich jetzt in zwei retrospektiven Kohortenstudien: Eine retrospektive Kohortenstudie aus mehreren Kliniken in Norditalien zeigte, dass die Zugabe von Tocilizumab (in fester Dosis) zusätzlich zur Standard-Behandlung das Risiko der invasiven Beatmung und Mortalität senken kann. Eine weitere retrospektive Kohortenstudie aus den USA zeigte, dass schwer erkrankte Covid-19-Patienten nach Gabe von Tocilizumab weniger lang eine vasopressorische Unterstützung benötigten und sich schneller wieder erholten.


Immunantwort bei asymptomatischen SARS-CoV-2-Infektionen

02. Juli 2020 – Eine chinesische Studie untersuchte die immunologischen Abläufe bei Patienten mit asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion. Analysiert wurden Patienten mit positivem Rachenabstrich (RT-PCR), die 14 Tage vor und während der Quarantäne keinerlei COVID-19-Symptome aufwiesen. Im Stadtbezirk „Wanzhou District“ erfolgte gemäß dem „SARS-CoV-2-Präventions- und Kontrollplan” der chinesischen Regierung eine zentralisierte Quarantäne von COVID-19-Kontaktpersonen im „Wanzhou People’s Hospital“. Bis zum 10. April wurden 178 SARS-CoV-2-infizierte Personen ermittelt, von denen 37 (20,8%) asymptomatisch waren und blieben.


COVID-19 ist ein unabhängiger Risikofaktor für akute ischämische Schlaganfälle

02. Juli 2020 – Eine aktuell publizierte retrospektive Fall-Kontroll-Studie aus New York [1] zeigt, dass eine COVID-19-Infektion eine signifikante unabhängige Assoziation mit dem Auftreten akuter ischämischer Schlaganfälle aufwies. Die Autoren fordern, dass hospitalisierte COVID-19-Patienten diesbezüglich intensiver monitorisiert werden sollten.


Klassifikation akuter neurologisch-psychiatrischer COVID-19-Komplikationen

02. Juli 2020 – Fallserien akuter neurologischer und psychiatrischer COVID-19-Folgen bzw. -Komplikationen rücken zunehmend in den Fokus der Berichterstattung. Ziel der ersten landesweiten und fächerübergreifenden Querschnitterhebung im Vereinigten Königreich war eine umfassende Beschreibung möglicher klinischer Symptome, denn nur vor diesem Hintergrund sei, so die Autoren, künftig eine Auswahl und Evaluierung potenzieller Therapien möglich.


SARS-CoV-2-Infektionen bei Multipler Sklerose: DMT führt nicht zu schwereren Verläufen

02. Juli 2020 – Französische Wissenschaftler haben das „Covisep Registry” initiiert, welches Daten über SARS-CoV-2-Infektionen bei Multipler Sklerose (MS) sammelt. In einer multizentrischen Kohortenstudie haben sie nun retrospektiv Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei MS-Patienten analysiert. Patientencharakteristika, Outcome und auch der Einfluss einer DMT („disease modifying therapy“) wurden bewertet.

 

Juni 2020


Mavrilimumab senkt die COVID-19-Mortalität

26. Juni 2020 – Der monoklonale Antikörper Mavrilimumab bindet an den GM-CSF-Rezeptor-α (Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor) und blockiert so die Signalübertragung des Zytokins GM-CSF. In einer 4-wöchigen, prospektiven Kohortenstudie an einem Zentrum in Mailand erhielten erwachsene Patienten mit schwerer COVID-19-Pneumonie und systemischem Hyperinflammations-Syndrom zusätzlich zur Standardbehandlung Mavrilimumab (einmalig 6 mg/kg intravenös.


Assoziation von Serumkortisol und COVID-19-Mortalität

26. Juni 2020 – Im Rahmen schwerer Erkrankungen ist der Anstieg des Serumkortisols eine physiologisch-adaptive Stressantwort. Bei SARS-CoV-1 schien molekulare Mimikry eine Autoimmunreaktion gegen das adrenokortikotrope Hormon (ACTH) auszulösen und ein resultierender Kortisolmangel den Erkrankungsverlauf zu aggravieren. Ob dies auch für SARS-CoV-2 zutreffen könnte, untersuchte eine Kohortenstudie in drei großen Kliniken in London.


COVID-19-assoziierte pulmonale Immunothrombosen

26. Juni 2020 – Bei COVID-19 kommt es oft zu thrombembolischen Komplikationen, besonders zu pulmonalen Embolien (PE). Man vermutet, dass es sich dabei oft nicht um klassische Lungenembolien, sondern um in situ entstandene Immunothrombosen handelt. Dies sind lokale Thrombosierungen, vor allem in kleinen Gefäßen, die durch infektionsassoziierte, intravasale Immunprozesse entstehen. Eine niederländische Studie untersuchte diese Hypothese und analysierte die speziellen klinischen und computertomografischen Merkmale akuter PEs bei COVID-19-Patienten.


Globale Studienlandschaft zu COVID-19 ist verbesserungsbedürftig

26. Juni 2020 – Weltweit wird daran geforscht, wie SARS-CoV-2-Infektionen am effektivsten und sicher zu behandeln sind. Eine Querschnittanalyse der Johns Hopkins Universität charakterisierte daher WHO-registrierte klinische COVID-19-Studien zur medikamentösen Therapie und zur Plasmatherapie. Es wurden 201 Studien aus 17 Ländern gefunden (Stand 26.03.2020) – mit 92 getesteten Medikamenten inkl. Plasmatherapie; darunter 26 Monotherapiestudien und 28 verschiedene Kombinationstherapien.


Serumeisen als Biomarker des ARDS-Schweregrades bei COVID-19

26. Juni 2020 – Entzündungserkrankungen gehen oft mit erniedrigten Eisenspiegeln einher, was eine Hypoxämie verstärken und die Immunabwehr verschlechtern kann. Diese Studie an einer Klinik in Oxford untersuchte erstmals den Eisenhaushalt kritisch kranker COVID-19-Patienten. Die Patienten wurden retrospektiv nach dem Schweregrad des ARDS bzw. dem Oxygenierungsindex eingeteilt (PaO2/FiO2-Ratio über oder unter 100 mm Hg, gemessen zum Zeitpunkt der Aufnahme auf die Intensivstation). Die zwei Gruppen wurden dann hinsichtlich verschiedener Parameter verglichen.


Charakteristika und klinischer Verlauf bei COVID-19-Patienten aus Detroit

26. Juni 2020 – Anhand von Daten des „Henry Ford Health System“ (HFHS) mehrerer Kliniken in Detroit wurden klinische Charakteristika und Verläufe bei COVID-19-Patienten in der Anfangsphase der Pandemie ausgewertet und die Ergebnisse intensivpflichtiger und nicht-intensivpflichtiger Patienten verglichen. Insgesamt war jeder Dritte (n=477) von 1459 getesteten HFHS-Patienten positiv für SARS-CoV-2.


Genetische Risikofaktoren für schwere COVID-19-Verläufe

26. Juni 2020 – Der Krankheitsverlauf einer SARS-CoV-2-Infektion weist eine extrem große Variationsbreite auf – Alter und Grunderkrankungen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Erstmals konnte nun eine deutsche Forschergruppe der internationalen „COVID-19 Host Genetics Initiative“ zeigen, dass es eine genetische Prädisposition für schwere Verläufe zu geben scheint. Mit einer genomweiten Assoziationsanalyse wurden Gencluster identifiziert, von denen der Schweregrad des klinischen Verlaufes abzuhängen scheint.


Starke, anhaltende Kopfschmerzen als Frühsymptom einer COVID-19-Erkrankung

26. Juni 2020 – Es gibt wenige Daten zur SARS-CoV-2-Infektion bei Patienten mit Migräne. Ein aktueller Fallbericht schildert zwei Patientinnen mit Migräne, die an COVID-19 erkrankten. Beide hatten als Frühsymptom der neuartigen Viruserkrankung starke, anhaltende Kopfschmerzen, die sie aber im Vergleich zu ihren Migränekopfschmerzen als „anders“ wahrnahmen.


„Neuro-COVID”-Basisklassifikation

26. Juni 2020 – Ein Review US-amerikanischer Forscher gibt einen Überblick über die vielfältige neurologische COVID-19-Symptomatik (auch ohne Zeichen eines respiratorischen Infektes) und fasst die komplexen pathophysiologischen Mechanismen zusammen. Abschließend wird eine „Neuro-COVID”-Basisklassifikation vorgeschlagen, die in künftigen Studien angewendet werden könnte.


SARS-CoV-2-assoziiertes inflammatorisches Syndrom als neue pädiatrische Erkrankungsentität?

18. Juni 2020 – Während der SARS-CoV-2-Pandemie werden derzeit weltweit pädiatrische Kawasaki-Syndrom (KS)-ähnliche Erkrankungen beobachtet, die durch eine systemische Multisysteminflammation mit Fieber und Organdysfunktionen gekennzeichnet sind, sich aber oft vom klassischen KS unterscheiden (wir berichteten am 4. Juni). Eine Studie aus UK arbeitete nun erneut Unterschiede zwischen dem typischen KS und der SARS-CoV-2-assoziierten Form heraus und legt nahe, dass es sich um verschiedene Entitäten handeln könnte.


Zerebrale Autopsiebefunde bei COVID-19-Patienten

18. Juni 2020 – Viele neurologische COVID-19-Symptome wurden bislang beschrieben. In einem „Letter to the Editor“ fassen Mediziner aus Boston neuropathologische Autopsiebefunde von 18 konsekutiven Patienten mit SARS-CoV-2-positiven Rachenabstrichen zusammen.


Niedrigdosiertes Dexamethason kann die Sterblichkeit von COVID-19-Patienten reduzieren

18. Juni 2020 – Die britische RECOVERY-Studie demonstrierte einen eindrucksvollen Effekt der Therapie mit niedrigdosiertem Dexamethason bei schwer erkrankten COVID-19-Patienten, bei denen eine respiratorische Intervention erforderlich war. Bei beatmungspflichtigen Patienten konnte sie die Sterblichkeit um ein Drittel senken, bei sauerstoffpflichtigen um ein Fünftel. Hospitalisierte COVID-19-Patienten ohne Bedarf an respiratorischer Intervention profitierten hingegen nicht signifikant.


Was aus der COVID-19-Pandemie künftig für die Entwicklung von Impfstoffen zu lernen ist

18. Juni 2020 – In einem „Viewpoint“-Beitrag in „JAMA Neurology” kritisieren die Autorinnen Versäumnisse in der Politik der Impfstoffentwicklung gegen SARS-Viren. Die Impfstoffentwicklung wurde zu frühzeitig eingestellt. Wäre ein Impfstoff für SARS-CoV entwickelt worden und 2020 verfügbar gewesen, hätte er in der aktuellen Pandemie eingesetzt werden können und möglicherweise viele Opfer verhindert. Die Autorinnen sehen eine ähnliche Entwicklung im Bereich der Impfung gegen Varianten der Poliomyelitis – die akute schlaffe Myelitis (AFM).


Aktive und passive Immunisierung gegen SARS-CoV-2

18. Juni 2020 – Eine Studie aus Wuhan untersuchte die Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität eines rekombinanten, vektorbasierten COVID-19-Impfstoffs. Als Impfantigen dient das Spike-Glykoprotein von SARS-CoV-2, welches von einem Adenovirus-Typ-5-Vektor exprimiert wird (Ad5-nCov). Ebenfalls vielversprechend sind Ansätze mit monoklonalen neutralisierenden SARS-CoV-2-Antikörpern, hier werden in den nächsten Monaten mehrere Studien anlaufen.


Hoher Standard der Infektionsprävention in Kliniken ist ein effektiver Schutz der Mitarbeiter

18. Juni 2020 – Eine belgische Klinik der Maximalversorgung führte bei der Mehrzahl aller Mitarbeiter einen serologischen Test zum Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 durch. Im Ergebnis zeigte sich, dass der Nachweistest nur bei gut 6% positiv war. Eine differenziertere Auswertung zeigte, dass der Dienst in der Klinik nicht mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden war. Das spricht für die Effizienz der Maßnahmen zur Infektionsprävention, die in der Klinik etabliert wurden.


Hydroxychloroquin zur COVID-19-Prophylaxe? Randomisierte Studie verfehlte ihren Endpunkt

10. Juni 2020 – Eine im „The New England Journal of Medicine“ publizierte, randomisierte Studie konnte keinen Nutzen des prophylaktischen Einsatzes von Hydroxychloroquin bei Menschen nach SARS-Cov-2-Exposition nachweisen. Die Erkrankungsrate war zwischen den Gruppen vergleichbar, die behandelten Patienten erlitten aber mehr Nebenwirkungen.


Einsatz von Acalabrutinib bei schweren COVID-19-Erkrankungen: Erste Pilotstudie macht Hoffnung

10. Juni 2020 – Der Bruton-Tyrosinkinasehemmer Acalabrutinib erwies sich in einer Pilotstudie als wirksam in der Therapie von Patienten mit schweren COVID-19-Verläufen, die Oxygenation verbesserte sich bereits wenige Tage nach dem Therapiebeginn. Die Ergebnisse waren so gut, dass nun eine prospektive randomisierte Studie initiiert wurde.


COVID-19-Therapie mit Rekonvalenzentenplasma enttäuschte

10. Juni 2020 – Eine Open-label-Studie an sieben Kliniken in Wuhan untersuchte bei PCR-positiven COVID-19-Patienten die Therapie mit Rekonvalenzentenplasma, welches zusätzlich zur Standardbehandlung gegeben wurde [1]. Von Mitte Februar bis Ende März 2020 wurden 103 schwer bis lebensbedrohlich erkrankte Patienten randomisiert; stratifiziert wurde nach Schweregrad der Erkrankung. Wie sich zeigte, brachte die Therapie keinen signifikanten klinischen Nutzen, allerdings wohl auch, weil sie erst sehr spät im Krankheitsverlauf initiiert wurde.


Vergleich symptomatischer und asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektionen

10. Juni 2020 – Die Studie untersuchte im Rahmen des SARS-CoV-2-Screenings in Wuhan (vom 24.12.2019 bis 24.02.2020) in 26 Transmissions-Clustern (insgesamt 78 Patienten) die klinischen Charakteristika von Patienten mit PCR-bestätigter SARS-CoV-2-Infektion und verglich die klinischen Unterschiede und Prognose bei symptomatischen und asymptomatischen Infizierten.


Cave! Vermeintliche Sicherheit durch falsch-negative Tests

10. Juni 2020 – SARS-CoV-2-Tests können auch fehlerhafte Ergebnisse liefern. Verschiedenen Studien zufolge liegt die Rate falsch-negativer Befunde bei bis zu 29%. Im Klartext bedeutet das: Fast jede dritte negativ getestete Person könnte positiv sein und das Virus übertragen. Die Autoren eines Editorials im „The New England Journal of Medicine“ ziehen daraus mehrere Rückschlüsse.


Vorhersage der Infektiosität von SARS-CoV-2 bei positiver PCR?

10. Juni 2020 – Die RT-PCR weist RNA nach, aber nicht die Infektiosität eines Virus, so dass das Ansteckungsrisiko, das beispielsweise von einem Patienten mit persistierend positiver PCR ausgeht, unbekannt ist. Für die durch das öffentliche Gesundheitswesen zu ergreifenden Maßnahmen ist jedoch entscheidend, ob ein Patient infektiös ist. Die kanadische Studie [1] liefert erstmals umfangreichere Daten zur Beziehung zwischen Infektiosität und der Zeit vom Symptombeginn bis zum Test (STT „symptoms to test“) sowie der Viruskonzentration im Abstrichmaterial.


Übertragung von SARS-CoV-2 – was wissen wir?

10. Juni 2020 – SARS-CoV-2 verbreiten sich vornehmlich durch Tröpfchenübertragung, insbesondere lautes Sprechen und Singen erhöht die Vorbereitung und Ansteckungsgefahr. Diese ist aber auch beim Sprechen in normaler Lautstärke gegeben, denn die Tröpfchen bleiben bis zu zehn Minuten in der Luft, wie eine aktuelle Arbeit darlegt. Eine Studie aus dem März hatte bereits gezeigt, dass sich das Virus auch über Fäkalien übertragen kann.


Schlaganfallversorgung während der SARS-CoV-2-Pandemie

10. Juni 2020 – In einer aktuellen Arbeit haben Schlaganfallexperten aus Frankreich, Italien und Deutschland ihre Erfahrungen zur Schlaganfallversorgung während der SARS-CoV-2-Pandemie zusammengetragen. SARS-CoV-2 führte in Italien und Frankreich dazu, dass die Versorgung von Schlaganfallpatienten nicht flächendeckend erfolgte, sondern nur in einigen Zentren. In Deutschland konnte dank des relativ milden Verlaufes der Pandemie die Schlaganfallversorgung in den Stroke Units aufrechterhalten werden. Dennoch befürchten auch deutsche Schlaganfallexperten negative Auswirkungen durch die Pandemie.


Neue Daten zur COVID-19-Therapie

04. Juni 2020 – Die Suche nach einer effektiven COVID-19-Therapie beschäftigt Forscher rund um den Erdball – mit ersten Erfolgen: Eine retrospektive Auswertung aus Wuhan weist darauf hin, dass Thymosin Alpha 1 womöglich die Mortalitätsrate von schwerstkranken COVID-19-Patienten positiv beeinflussen kann. Eine im NEJM publizierte randomisierte Phase3-Studie konnte nun einen Therapieeffekt von Remdesivir zeigen.


COVID-19-assoziiertes Kawasaki-Syndrom bei Kindern

04. Juni 2020 – Die Ursache des Kawasaki-Syndroms ist nicht vollständig geklärt, postuliert wird eine gesteigerte Immunreaktion auf meist unbekannte Pathogene bei entsprechender genetischer Disposition. In einer Klinik in Bergamo, Italien, wurden in den letzten Monaten der SARS-CoV-2-Pandemie auffällig viele Kinder mit schweren, Kawasaki-ähnlichen Erkrankungen stationär behandelt. In einer Studie wurden diese mit historischen Fällen eines Kawasaki-Syndroms der letzten fünf Jahre verglichen.


Alzheimer-Risikogen könnte den Schweregrad des Covid-19-Verlaufs beeinflussen

04. Juni 2020 – Die Analyse von Daten der UK-Biobank ergab, dass Menschen mit dem ApoE-e4e4-Allel ein deutlich höheres Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben– und zwar unabhängig von einer klinisch vorhandenen Demenz, kardiovaskulären Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes.


Bildgebung bei COVID-19-assoziierter olfaktorischer Dysfunktion

04. Juni 2020 – Wiederholt wurde in letzter Zeit die Neuroinvasion von SARS-CoV-2 über das Riechepithel und den Bulbus olfactorius diskutiert. In „JAMA Neurology“ wurde nun erstmals in der Kasuistik über eine COVID-19-Patientin aus Italien der in-vivo-MRT-Befund einer Virusaffektion im olfaktorischen Kortex demonstriert.


Neuropathogenese und neurologische Manifestationen von SARS-CoV-2

04. Juni 2020 – Inzwischen ist evident, dass auch SARS-CoV-2, ähnlich wie andere Coronaviren, neurotrope Eigenschaften aufweist. Das vorliegende Review [1] fasst das bisherige Wissen zu dem Thema zusammen; angefangen mit MERS-CoV und SARS-CoV-1, über die seit den Ausbrüchen 2002/2003 und 2012 viel geforscht wurde, bis hin zu HCoV-OC43, für welches beispielsweise eine Assoziation mit demyelinisierenden Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose nachgewiesen ist.

 

Mai 2020


COVID-19 – Neue Daten zu vielversprechenden Therapieansätzen

27. Mai 2020 – Eine aktuelle, in „The Lancet“ publizierte, prospektive, randomisierte Phase-2-Studie zeigte die Überlegenheit der Dreifachkombination aus Interferon beta-1b plus Lopinavir/Ritonavir plus Ribavirin gegenüber Lopinavir/Ritonavir in Monotherapie. In der Studie wurden keine relevanten Sicherheitsbedenken beobachtet.
Als vielversprechend bei schweren COVID-19-Verläufen erwies sich in einer kleinen Studie an 20 Patienten der Einsatz von Tocilizumab.


Generalisierter Myoklonus bei SARS-CoV-2-Infektion

27. Mai 2020 – Im Rahmen anderer Virusinfektionen sind generalisierte Myoklonien beschrieben, bei SARS-CoV-2 jedoch bislang nicht. Eine Fallserie aus Madrid berichtet nun von drei COVID-19-Patienten im Alter von 63-88 Jahren von generalisierten Myoklonien als dominierendem bzw. klinisch komplizierendem Symptom der Erkrankung.


Neues zu COVID-19 und Epilepsie

27. Mai 2020 – In den letzten Wochen berichteten wir bereits zur Assoziation von COVID-19 und dem Auftreten epileptischer Anfälle und verwiesen auf die Stellungnahme der DGN Kommission Epilepsien und Synkopen zu COVID-19 Infektionen und Epilepsie. Eine aktuelle Publikation aus dem Iran [2] fasst die bisherige Datenlage zu dem Thema zusammen.


Zerebrale Bildgebung bei langzeitbeatmeten, schwer kranken COVID-19-Patienten

27. Mai 2020 – In einer Fallserie [1] aus New York werden zerebrale MRT-Befunde kritisch kranker COVID-19-Patienten mit persistierender Bewusstseinsstörung dargestellt. Insgesamt 11 Patienten wurden nach Bildauswertung durch zwei unabhängige, erfahrene Neuroradiologen in die Studie eingeschlossen. Typische Befunde waren eine diffuse Leukenzephalopathie und punktförmige Blutungen juxtakortikal und im Corpus callosum, gewertet als verzögerte posthypoxische Leukenzephalopathie.


Neuroinvasive Pathomechanismen von SARS-CoV-2 – ein Update

27. Mai 2020 – Viele verschiedene neurologische Komplikationen und Manifestationen von COVID-19 wurden in den letzten Wochen weltweit beschrieben. Eine aktuelle Publikation aus dem Iran [1] berichtet im „Journal of Neurovirology“ erneut über den Neurotropismus von SARS-CoV-2 und gibt einen Überblick über den derzeitigen Wissensstand zu den neuroinvasiven Pathomechanismen. Daraus leiten die Autoren Implikationen für künftige Studien und Untersuchungen ab.


Standortübergreifende Phänotypisierungs-Plattform zur Untersuchung der ZNS/PNS-Beteiligung bei SARS-CoV-2

27. Mai 2020 – Um eine mögliche Beteiligung des zentralen und peripheren Nervensystems bei COVID-19 systematisch zu untersuchen, wird derzeit ein deutschlandweites Register mit dezentralem, standardisiertem Sampling und Biobanking von humanen Gewebe-Proben aus definierten ZNS/PNS/Muskel-Arealen bei COVID-19 Obduktionen aufgebaut.


Umfrage zur Erfassung der Belastung durch COVID-19 – Teilnahme bis zum 3. Juni möglich!

26. Mai 2020 – Das „Center for Applied Neurocognition and Neuropsychological Research“ in Düsseldorf hat eine Umfrage initiiert, um die Belastung von Ärzten und medizinischen Fachangestellten in den Fachbereichen Neurologie, Psychiatrie und Nervenheilkunde durch COVID-19 zu erheben.


Therapie von Schlaganfallpatienten mit COVID-19

15. Mai 2020 – Verschiedene Fallserien berichteten von COVID-19-assoziierten thrombembolischen Komplikationen, auch von Schlaganfällen bei hospitalisierten COVID-19-Patienten (wir berichteten in den vorherigen Ausgaben dieses Newsletters). Der vorliegende Kommentar geht auf mögliche Pathomechanismen ein und gibt Empfehlungen für die Therapie von Schlaganfallpatienten mit COVID-19.


Ischämischer Schlaganfall als Komplikation einer ungewöhnlichen Karotis-Thrombose bei COVID-19

15. Mai 2020 – Ein 73-jähriger COVID-19-Patient erlitt eine Woche nach dem Beginn der respiratorischen Symptome einen ischämischen Schlaganfall ausgehend von einem Thrombus in der A. carotis communis. Die Lokalisation dieses Thrombus ist so ungewöhnlich, dass die Autoren durch die Fallpublikation illustrieren wollen, dass bei COVID-19-Patienten die Emboliequelle bei einem Schlaganfall vom Aortenbogen bis zu den intrakraniellen Gefäßen in allen Gefäßabschnitten gesucht werden sollte.


SARS‐CoV-2-induzierte Demyelinisierung könnte Krampfanfälle auslösen

15. Mai 2020 – Schon früh treten bei einer SARS‐CoV-2-Infektion die neurologischen Symptome Anosmie, Dysgeusie und Kopfschmerzen auf. Bewusstseinsstörungen und Krampfanfälle können bei schweren Verläufen hinzukommen. In einer italienischen Publikation wird eine 54-jährige COVID-19-Patientin beschrieben, die zuhause primär bewusstlos aufgefunden wurde.


Kortikale Blindheit bei SARS‐CoV-2-Infektion

15. Mai 2020 – COVID-19 kann mit vielen verschiedenen neurologischen Manifestationen/Symptomen bzw. Komplikationen einhergehen. Aus der Türkei wird die Kasuistik einer seltenen, infektionsassoziierten, neurologischen Komplikation präsentiert – einer bilateralen, reversiblen kortikalen Blindheit – ähnlich einem posterioren reversiblen Leukoenzephalopathie-Syndrom (PRES).


SARS-CoV-2-assoziiertes Guillain-Barré-Syndrom ohne vorherige Infektsymptomatik – Kasuistik und Literaturvergleich

15. Mai 2020 – Im April wurde ein erster Fall eines vermutlich SARS-CoV-2-assoziierten Guillain-Barré-Syndroms (GBS) aus China publiziert; es folgten weitere Arbeiten aus Italien und Spanien zu kleinen Fallserien [wir berichteten]. Während sich ein GBS nach anderen respiratorischen oder gastrointestinalen Infektionen meist bis zu vier Wochen nach einer Infektion entwickelt, waren alle im Zusammenhang mit COVID-19 berichteten Fälle durch eine auffällig kurze Latenzzeit mit Ausbildung der neuromuskulären Symptomatik während oder nach nur (3-)5-10 Tagen gekennzeichnet. Nun wurde auch eine Kasuistik aus Deutschland publiziert und mit den bisherigen Fällen verglichen.


Amantadin und Memantin schützen möglicherweise vor COVID-19

15. Mai 2020 – Es gibt zunehmend Daten, die nahelegen, dass Adamantane, unter anderem in Amantadin und Memantin, einen protektiven Effekt gegen COVID-19 haben könnten. Passend zu verschiedenen in vitro-Befunden zeigt eine polnische Fallserie von 22 SARS‐CoV-2-positiven Patienten, die wegen neurologischer Grunderkrankungen auf Amantadin oder Memantin eingestellt waren, dass kein einziger von ihnen schwer an COVID-19 erkrankte.


Bedeutung neurologischer Symptome im Hinblick auf das COVID-19-Therapiemanagement

15. Mai 2020 – Ziel eines erfolgreichen COVID-19-Therapiemanagements ist, zu verhindern, dass sich eine milde Infektion zu einer schweren ausweitet. Leichte neurologische Symptome treten oft schon zu Beginn der Erkrankung auf und sollten dazu führen, dass eine mögliche zugrundeliegende COVID-19-Erkrankung entdeckt und rechtzeitig erforderliche Maßnahmen eingeleitet werden. In diesem Review geben die Autoren praktische Empfehlungen für den klinischen Alltag.


COVID-19: Implikationen in der Neurologie und Neurochirurgie – ein Literaturreview

15. Mai 2020 – Die COVID-19-Pandemie hat die Medizinlandschaft weltweit stark verändert; das Wissen hinsichtlich eines optimalen Patientenmanagements nimmt kontinuierlich zu. Die verfügbaren Daten umfassen Kasuistiken, Fallserien, Protokolle und Empfehlungen bis hin zu Observations- und ersten prospektiven Studien. Das vorliegende Review versucht, den aktuellen Wissensstand zusammenzufassen und „best practice“ Empfehlungen zu geben – soweit dies die Neurologie und Neurochirurgie betrifft. 


COVID-19 und Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen Empfehlungen der „World Muscle Society“

13. Mai 2020 – Die „World Muscle Society“ hat ihre Empfehlungen zu COVID-19 und Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen aktualisiert bzw. ergänzt. Nach wie vor gelten die bisherigen Empfehlungen. Neu ist der Aspekt der sicheren De-Eskalation der Abschirmung und Selbstisolierung, damit Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen soziale Interaktionen und Bildung wiederaufnehmen, arbeiten oder an geplanten medizinischen Terminen teilnehmen können.


Stellungnahme der DGN Kommission Epilepsien und Synkopen zu COVID-19 Infektionen und Epilepsie

11. Mai 2020 – Nach aktuellem Kenntnisstand haben Epilepsiepatienten weder ein erhöhtes Ansteckungsrisiko noch ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung. Bei der Therapie der neuartigen Infektionskrankheit ist es aber wichtig, mögliche Wechselwirkungen von zur COVID-19-Erkrankung eingesetzten Substanzen mit den jeweiligen Antikonvulsiva zu beachten.


COVID-19 verhindert leitliniengerechte Therapie ischämischer Schlaganfälle

07. Mai 2020 – Mehrere Fallserien berichteten von Schlaganfällen bei hospitalisierten COVID-19-Patienten. Zuletzt erschien die Fallserie aus New York von unter 50-jährigen COVID-19-Patienten mit Infarkten großer Hirnarterien. Nun wurde erstmals über vier US-Patienten berichtet, bei denen ein Schlaganfall der Grund für die Hospitalisierung war, die COVID-19-Erkrankung erst danach erkannt wurde. Bei drei der vier Patienten verhinderte die schwerwiegende Viruserkrankung eine leitliniengerechte Schlaganfalltherapie.


Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Ablauf der NINDS-CREST-2-Studie

07. Mai 2020 – Die multinationale, multizentrische NINDS („National Institute of Neurological Disorders and Stroke“) CREST-2 („Carotid Revascularization and Medical Management for Asymptomatic Carotid Stenosis Trial“)-Studie soll die Frage klären, ob asymptomatische Karotisstenosen höheren Grades hinsichtlich der Langzeitergebnisse (Schlaganfallprävention) besser mit einer Operation oder einem Stent zu versorgen sind. Doch der Studienverlauf wird im Moment stark durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst. Hier werden die Auswirkungen der Pandemie auf das Studienprojekt beschrieben und Maßnahmen diskutiert, mit denen die Studie weitergeführt werden kann.


Blutdrucksenker erhöhen nicht das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf

07. Mai 2020 – Drei Anfang Mai im „The New England Journal of Medicine“ publizierte Observationsstudien zeigen: ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-Blocker erhöhen weder das Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf noch die Wahrscheinlichkeit, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren.


Internationale Konsensusempfehlungen für die optimale Betreuung von Epilepsiepatienten während der COVID-19 -Pandemie

07. Mai 2020 – Die „American Academy of Neurology“ hat internationale, unabhängige Konsensusempfehlungen (USA, Schottland, Argentinien, China, Italien, Niederlande, Australien, Indien, UK) für die optimale Betreuung von Epilepsiepatienten während der COVID-19-Pandemie erarbeitet. Ziel ist ein bestmöglicher Schutz vor einer Infektion bzw. das Vermeiden stationärer Behandlungen sowie von Besuchen in Notfallambulanzen.


Epileptische Anfälle im Verlauf einer COVID-19-Erkrankung

07. Mai 2020 – Ein Fallbericht aus den USA über einen älteren COVID-19-Patienten ohne bisherige Anfallsanamnese zeigt eine weitere mögliche neurologische Komplikation im intensivtherapeutischen Verlauf. Es kam es zu multiplen tonisch-klonischen Anfällen. Mehrere Risikofaktoren für zerebrovaskuläre Komplikationen lagen vor, die Vorstellung in der Klinik erfolgte wegen neurologischer Symptome nach einer Hypoglykämie.


COVID-19-assoziierte Enzephalopathie: Ein Fallbericht

07. Mai 2020 – Eine Kasuistik aus den USA berichtet von einen 74-jährigen COVID-19-Patienten, bei dem die respiratorische Symptomatik zunächst verkannt wurde, der dann aber innerhalb von 24 Stunden Zeichen einer akuten Enzephalopathie mit Bewusstseinsstörungen aufwies. Erst daraufhin wurde auch ein SARS-CoV-2-Test durchgeführt.


Prävalenz neurologischer Erkrankungen bei stationären COVID-19-Patienten

07. Mai 2020 – Das Auftreten neurologischer Komplikationen bei COVID-19-Patienten sowie die Behandlung von COVID-19-Patienten mit präexistenten neurologischen Erkrankungen stellt für die behandelnden Ärzte eine besondere Herausforderung dar. Ein Review US-amerikanischer Forscher gibt einen Überblick über die aktuell verfügbare Literatur zur Häufigkeit neurologischer Problematiken bei COVID-19-Patienten.


Die Rolle des Atemzentrums bei COVID-19 – molekulare Mimikry von Virus und Schrittmacherneuronen

07. Mai 2020 – Bei SARS-CoV-2 kann die Infektion des Gehirns von der Nasenschleimhaut aus durch die Lamina cribrosa über den Bulbus olfactorius erfolgen. SARS-CoV-2 kann dann via transsynaptischen Transfer über olfaktorische Neuronen weiter bis in den Thalamus und den Hirnstamm vordringen. Die Infektion des Atemzentrums scheint bei manchen Patienten zum respiratorischen Versagen beizutragen. Zwei aktuelle Publikationen erklären den zugrundeliegenden Pathomechanismus genauer; das Phänomen einer molekularen Mimikry könnte dabei eine Rolle spielen.


Aktualisierte Stellungnahme der DGN-Kommission Zerebrovaskuläre Erkrankungen

05. Mai 2020 – Die DGN-Kommission Zerebrovaskuläre Erkrankungen hat ihre Stellungnahme zu den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Versorgung zerebrovaskulärer Erkrankungen aktualisiert.

 

April 2020


ELISA-Studie Lübeck: Längsschnittuntersuchung zu Infektionen mit SARS –CoV-2

30. April 2020 – Aktuell werden erste Lockerungen der Einschränkungen umgesetzt, obwohl die Gefahr eines unkontrollierten Anstiegs von Infektionszahlen bislang nur unzureichend abgeschätzt werden kann. Eine ELISA-Studie in Lübeck soll Aufschluss über die tatsächliche Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) geben.


Diabetes mellitus ist ein Risikofaktor für schwere Verläufe bei Covid-19-Patienten mit Pneumonien

30. April 2020 – Ein aktuelles Review, in dem die Autoren systematisch Daten von fast 6.500 Covid-19-Patienten aus 30 Studien auswertete, zeigte: Diabetes mellitus war mit einer höheren Mortalität und mit schweren Covid-19-Verläufen sowie mit einem häufigeren Auftreten des „Acute Respiratory Distress Syndrome“ (ARDS) verbunden. Geschlecht, kardiovaskuläre oder pneumologische Vorerkrankungen (z.B. COPD) hatten keinen Einfluss auf die Assoziation, wohl aber das Alter.


SARS-CoV-2: Ist nach der Pandemie eine Welle an neuropsychiatrischen Spätfolgen zu befürchten?

30. April 2020 – Die SARS-CoV-2-Pandemie verursacht Stress. Die Autoren einer aktuellen Arbeit heben hervor, dass Angst vor Covid-19, aber auch die Sorge um die (wirtschaftliche) Zukunft Menschen psychisch krank machen kann. Weniger bekannt sei jedoch, dass auch das Virus selbst bzw. der Befall des zentralen Nervensystems langfristig zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen kann - die Autoren sprechen von einer Welle neuropsychatrischer Folgeerkrankungen, auf die Neurologinnen und Neurologen vorbereitet sein sollten. So könnte es auch zu einer Zunahme an psychotischen Störungen, neuromuskulären und ggf. sogar neurodegenerativen Erkrankungen kommen.


Antiphospholipid-Antikörper als mögliche Ursache von Koagulopathien bei Covid-19-Patienten

30. April 2020 – Eine Arbeit aus China beschreibt den Nachweis von Antiphospholipid-Antikörper als seltene Ursache einer klinisch bedeutsamen Koagulopathie mit multiplen Infarkten bei Intensivpatienten mit Covid-19.


Covid-19-assoziierte thrombembolische Komplikationen

30. April 2020 – Eine am Universitätsklinikum in Mailand durchgeführte Studie ermittelte die Rate thrombembolischer Komplikationen bei 388 konsekutiven Covid-19-Patienten während eines Beobachtungszeitraums von acht Wochen (Mitte Februar bis Mitte April 2020). Die Patienten waren im Mittel 66 Jahre alt, 68% waren männlich, 16% mussten intensivmedizinisch behandelt werden. Obwohl alle Intensivpatienten eine Thromboseprophylaxe erhalten hatten, betrug die kumulative Rate thrombembolischer Ereignisse 27,6%.


Zerebrale Territorialinfarkte bei jüngeren Covid-19-Patienten

30. April 2020 – Eine Fallserie aus New York beschreibt fünf unter 50-jährige Covid-19-Patienten mit Infarkten großer Hirnarterien. Während in Wuhan (bei einer beschriebenen Schlaganfallrate von 5% bei Covid-19-Patienten – siehe oben) der jüngste Patient 55 Jahre alt war, war in dieser Fallserie das junge Alter der Betroffenen auffällig. Außerdem hatten nur drei Patienten Vorerkrankungen und keiner wies schwere klinische respiratorische Symptome auf.


Akute zerebrovaskuläre Ereignisse bei Covid-19

30. April 2020 – Eine retrospektive Singlecenter-Studie aus Wuhan erfasste über sechs Wochen von Januar bis Februar 2020 insgesamt 221 konsekutive bestätigte COVID-19-Fälle. Die Autoren analysierten das Auftreten akuter zerebrovaskulärer Ereignisse (bzw. CVD „acute cerebrovascular disease”) und verglichen klinische Charakteristika, Laborwerte, Therapie und Outcome der Betroffenen mit denen von COVID-19-Patienten ohne akute CVD.


Registerstudie zu Covid-19 der Jungen Neurologen

27. April 2020 – Die DGN unterstützt die systematische Erfassung neurologischer Komplikationen und Spätfolgen von COVID-19 sowie die Auswirkungen dieser Virusinfektion auf neurologische Patienten über LEOSS – eine Initiative der DGN JuNos (Junge Neurologen)


Guillain-Barré- und Miller Fisher-Syndrom bei Covid-19-Patienten

23. April 2020 – Anfang April wurde erstmals der Verdacht eines SARS-CoV-2-assoziierten Guillain-Barré-Syndroms (GBS) in „Lancet Neurology“ diskutiert [1]. Am 17.04.2020 folgten gleich zwei weitere Arbeiten in „The New England Journal of Medicine“ und „Neurology“, die ein GBS bzw. als GBS-Variante das Miller Fisher-Syndrom (MFS) bei insgesamt sieben COVID-19-Patienten beschreiben [2, 3]. Während sich das GBS/MFS nach anderen Infektionen meist bis zu vier Wochen nach einer Infektion entwickelt, sind alle hier berichteten Fälle durch eine auffällig kurze Latenzzeit mit Ausbildung der neuromuskulären Symptomatik nach nur (3-)5-10 Tagen gekennzeichnet.


Covid-19-assoziierte akute nekrotisierende hämorrhagische Enzephalopathie

24. April 2020 – COVID-19 kann mit schwersten neurologischen Komplikationen einhergehen. Dies zeigt auch die vermutlich erste Fallbeschreibung einer SARS-CoV-2-assoziierten akuten nekrotisierenden hämorrhagischen Enzephalopathie (ANE), ein Erkrankungsbild, das von anderen Virusinfektionen  bekannt ist und sonst eher bei Kindern als bei Erwachsenen auftritt. Die Patientin, eine Stewardess im Alter von Ende 50, litt seit drei Tagen an Husten, Fieber und einer zunehmenden mentalen Beeinträchtigung.


Bedeutung der Autopsie bei Covid-19

24. April 2020 – Bei dieser Arbeit handelt es sich vermutlich um den ersten Bericht über komplette Obduktionen von COVID-19-Patienten in der englischsprachigen Literatur. Autopsiebefunde zweier SARS-CoV-2-positiver Patienten mit ARDS und schweren Komorbiditäten werden exemplarisch vorgestellt. Die Fälle illustrieren die große Herausforderung, vor der Pathologen bei der Bestimmung der Todesursache SARS-CoV-2-positiver Patienten künftig stehen könnte.


Inzidenz thromboembolischer Ereignisse lag bei intensivpflichtigen Covid-19-Patienten bei 31%

24. April 2020 – Eine niederländische Studie untersuchte thrombotische Komplikationen bei 184 intensivpflichtigen Covid-19-Patienten mit Pneumonie. Insgesamt lag die Inzidenz bei 31% - und war damit überraschend hoch, denn die Patienten hatten eine Thromboseprophylaxe erhalten. Bei weitem am häufigsten, und zwar in 27% der Fälle, traten venösen Thromboembolien auf (25 Lungenembolien und 3 andere VTE), der Anteil arterieller thrombotischer Ereignisse (in dieser Erhebung ausschließlich ischämische Schlaganfälle) betrug 3,7%.


Informationen für Neurologische Praxen während der COVID-19-Pandemie

22. April 2020 – Vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) wurden einige wichtige Informationen zur Praxisführung im Rahmen der COVID-19- Pandemie zusammengestellt. Alle Empfehlungen finden Sie regelmäßig aktualisiert auf der Newsplattform des BDN: https://neurologen-psychiater-corona-praxishilfe.info.


Aktualisierter Kommentar: Immuntherapien bei neuroimmunologischen Erkrankungen vor dem Hintergrund der SARS-CoV-2-Pandemie

21. April 2020 – Die Pandemie des neuen Corona-Virus SARS-CoV-2 führt bei Betroffenen mit neurologischen Autoimmunerkrankungen, ihren Angehörigen und Behandlern zu Fragen bezüglich der Weiterführung immunsuppressiver oder immunmodulatorischer Medikamente. Die DGN-Kommission Neuroimmunologie hat dazu ihre Kommentierung aktualisiert.


Aktualisierte Stellungnahme: Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Versorgung zerebrovaskulärer Erkrankungen

20. April 2020 – Die aktuelle Pandemie des neuen Corona-Virus SARS-CoV-2 betrifft direkt und indirekt auch die Versorgung zerebrovaskulärer Erkrankungen weltweit und in Deutschland. Dazu hat die DGN-Kommission Zerebrovaskuläre Erkrankungen eine aktualisierte Stellungnahme ausgearbeitet.


Praxisleitfaden für den Umgang mit dementen Patienten in Pflegeeinrichtungen zu Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie

17. April 2020 – Eine Essener Arbeitsgruppe hat in Abstimmung mit der DGN-Kommission Demenz einen Praxisleitfaden für den Umgang mit dementen Patienten in Pflegeeinrichtungen zu Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie entwickelt. Bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 gehören die meisten Demenzkranken aufgrund häufiger Begleiterkrankungen und dem im Durchschnitt höheren Lebensalter zur Hochrisikogruppe.


Möglichen Mechanismen der Neurotropie von SARS-CoV-2

17. April 2020 – Ein aktuelles Review [1] fasst chinesische Daten zu Covid-19 und neurologischen Manifestationen, v.a. virale Enzephalitis, infektiöse/toxische Enzephalopathien sowie akute zerebrovaskuläre Ereignisse, zusammen. Die Autoren beleuchten die verschiedenen Mechanismen der Neurotropie von SARS-CoV-2, u.a. seine Bindung an den ACE2-Rezeptor, die nicht nur grundlegender Mechanismus des Viruseintritts ist, sondern auch das Risiko der Betroffenen für zerebrovaskuläre Ereignisse erhöhen kann. Interessanterweise haben deutsche Wissenschaftler gestern im Journal „Cell“ [2] einen zielgerichteten Therapieansatz vorgestellt, um die Bindung von SARS-CoV-2 an ACE2 zu blockieren.


Enzephalopathie als SARS-CoV-2-Manifestation – Daten aus Straßburg

17. April 2020 – Während der COVID-19-Pandemie verzeichnen die Stroke Units in Deutschland einen deutlichen Rückgang an Patienten, ein Trend, der in ganz Europa zu beobachten ist und die Experten beunruhigt. Denn eigentlich müssten es mehr, nicht weniger Patienten sein. Professor Gerloff appellierte im NDR TV, Schlaganfallsymptome ernst zu nehmen und trotz Corona-Krise den Notruf zu wählen.


Phänomen der „leeren“ Stroke Units während der Corona-Krise – Prof. Christian Gerloff sprach dazu in „NDR Visite“

17. April 2020 – Während der COVID-19-Pandemie verzeichnen die Stroke Units in Deutschland einen deutlichen Rückgang an Patienten, ein Trend, der in ganz Europa zu beobachten ist und die Experten beunruhigt. Denn eigentlich müssten es mehr, nicht weniger Patienten sein. Professor Gerloff appellierte im NDR TV, Schlaganfallsymptome ernst zu nehmen und trotz Corona-Krise den Notruf zu wählen.


Ist SARS-CoV-2 ein Schlaganfallauslöser?

17. April 2020 – In einer aktuellen Studie aus Wuhan [1] wiesen 40 von 88 Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen neurologische Symptome auf. Allein fünf von ihnen hatten einen Schlaganfall erlitten. Ob die zerebrovaskulären Ereignisse eine direkte Infektionsfolge sind oder bei schwerkranken Covid-19-Patienten häufiger auftreten, weil sie in der Regel mehr Schlaganfall-begünstigende Begleiterkrankungen aufweisen, muss weiter untersucht werden. Wichtig ist, dass Neurologen für das erhöhte Schlaganfallrisiko bei Covid-19-Patienten sensibilisiert sind, damit Insulte auch bei beatmeten Patienten rechtzeitig erkannt und behandelt werden.


Nicht-invasive Heimbeatmung unter der SARS-CoV2-Pandemie – COVID-19-Erkrankung und Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen

16. April 2020 – Die COVID-19-Pandemie verursacht vielfältige Einschränkungen für Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen und Heimbeatmung. Diese Gruppe von Patienten ist hochabhängig von einer komplexen Versorgungskette mit speziellem Ausrüstungsmaterial und der damit verbundenen spezialisierten Pflege. Herausforderungen betreffen die tägliche Beatmung zu Hause unter Selbstisolation/Quarantäne, sowie die Verwendung des eigenen Beatmungssystems bei der Aufnahme in ein Krankenhaus.


NDR Visite vom 14.04.2020 mit Prof. Christian Gerloff

14. April 2020 – Während der COVID-19-Pandemie verzeichnen die Stroke Units in Deutschland einen deutlichen Rückgang an Patienten, ein Trend, der in ganz Europa zu beobachten und auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen ist.


SARS-CoV-2-Meningitis ohne Atemwegs-Symptomatik

9. April 2020 – Mit dem ersten publizierten Fallbericht aus Japan über einen Patienten mit isolierter SARS-CoV-2-Meningitis möchten die Autoren auf eine weitere, schwerwiegende neurologische Komplikation von COVID-19 hinweisen.Der Patient wurde mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht, nachdem es zuhause nach einem Krampfanfall bewusstlos aufgefunden wurde.


Auffälligkeiten der Lymphozytendifferenzierung bei COVID-19-Pneumonie

9. April 2020 – Verschiebungen in den Lymphozyten-Subpopulationen zeigen eine deutliche Assoziation mit klinischen Charakteristika der SARS-CoV2-Infektion (COVID-19) – insbesondere hinsichtlich der Schwere der Erkrankung sowie des voraussichtlichen Therapieansprechens.


COVID-19-Leitlinien speziell für NMOSD- und MS-Patienten

9. April 2020 – Die COVID-19-Pandemie stellt auch bei der Betreuung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und anderen neuroinflammatorischen Erkrankungen wie der Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) eine besondere Herausforderung dar.


Was es bedeutet, zu Zeiten von SARS-CoV-2 Neurologe zu sein…

9. April 2020 – Die Neurologin Anna Bersano berichtet aus Mailand, einem der Epizentren der SARS-CoV2-Krise, und teilt ihre Erfahrungen in einem in „Neurology“ publizierten Artikel. Punkte, auf die sie eingeht, sind die neurologische Symptomatik von Covid-19 und die Herausforderungen, die eine Re-Organisation der Kliniken für die neurologische Versorgung mit sich bringt.


Corona-Krisenmanagement: Handlungsempfehlungen für Intensivstationen

9. April 2020 – Vor drei Tagen erschien eine Arbeit mit Handlungsempfehlungen für Intensivstationen. Es sei an der Zeit, sich auf eine hohe Anzahl von intensivpflichtigen Patienten einzustellen. Der Ausbau von Intensivkapazitäten sei wichtig, auch die Optimierung von Workflows. Für den „worst case“ sollten Triagierungspläne vorliegen.


Stellungnahmen von DGN-Kommissionen zur aktuellen Situation

9. April 2020 – Die Situation stellt alle Fachbereiche und Subdisziplinen vor besondere Herausforderungen, weshalb verschiedene klinische Kommissionen der DGN Stellungnahmen für Sie ausgearbeitet haben.


NeuroNews: Prof. Gerloff und Prof. Berlit im Interview bei NDR Visite

8. April 2020 – Bei einigen Covid-19-Erkrankten greift das Coronavirus den Geruchs- und Geschmackssinn an. Zudem wird eine Beteiligung des Hirnstamms vermutet. Was das für die Diagnose und Behandlung der Erkrankung bedeutet, erklärten die DGN-Experten in der beliebten TV-Sendung.


Stellungnahme: Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Versorgung von Parkinson-Patienten

7. April 2020 – In Deutschland leben ca. 400.000 Menschen mit einer Parkinson-Erkrankung. Die medizinische Versorgung der Betroffenen umfasst nicht nur die medikamentöse Therapie, sondern auch Begleittherapien wie Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie. Um die Patienten bestmöglich zu versorgen und die Progression der Erkrankung zu verlangsamen, ist eine komplexe, aus mehreren Bausteinen bestehende Therapie notwendig, die im Normalfall zahlreiche Patienten-Behandler-Kontakte erforderlich macht.


Pressemitteilung: Welchen Verlauf nimmt COVID-19 bei Patienten mit Multipler Sklerose?

6. April 2020 – Auf Initiative der Study Group des KKNMS (Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose e. V.) hat das europäische LEOSS-Register (Lean European Open Survey on SARS CoV II Infected Patients) MS-spezifische Fragestellungen in die Erfassung aufgenommen. Aus der Registerauswertung erhofft man sich Antworten auf die Fragen, ob das Risiko einer COVID-19-Infektion bei MS-Patienten erhöht ist und ob eine immunmodulatorische Therapie einen Einfluss auf den Verlauf der neuartigen Viruserkrankung hat.


Stellungnahme: Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Versorgung neuroonkologischer Patienten

6. April 2020 – Die Pandemie des Coronavirus SARS-CoV-2/COVID-19 hat Auswirkungen auf alle Bereiche der Medizin und betrifft direkt und indirekt auch die Versorgung neurologischer Patienten weltweit und auch in Deutschland. Allerdings wird hierdurch nach Kenntnis der Kommission Neuroonkologie der DGN die angemessene Versorgung und Behandlung von Patienten mit neuroonkologischen Erkrankungen nicht behindert.


Pressemitteilung: Die Schlaganfallversorgung muss auch während der SARS-CoV-2- Pandemie ohne Qualitätseinbußen gewährleistet sein!

3. April 2020 – Die DGN sieht mit Sorge, dass im Rahmen der aktuellen SARS-CoV-2- Pandemie zunehmend Stroke-Unit-Betten in Beatmungsbetten umgewandelt werden, denn Daten aus China und Italien deuten darauf hin, dass es zu einer möglichen Häufung von Schlaganfällen und anderen vaskulären Komplikationen bei Covid-19-Patienten kommen kann.


Stellungname: „Es muss sichergestellt werden, dass alle Patienten die für sie notwendigen Behandlungen erhalten“ - Gemeinsame Stellungnahme der DGN und DGNR

2. April 2020 – In der Pandemie-Situation werden im Moment vielfältige organisatorische Maßnahmen getroffen. In einer gemeinsamen Stellungnahme appellieren die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR) daran, die Versorgung aller Patienten sicherzustellen.


Stellungnahme: Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die Versorgung zerebrovaskulärer Erkrankungen

1. April 2020 – Die aktuelle Pandemie des neuen Corona-Virus SARS-CoV-2 betrifft direkt und indirekt auch die Versorgung zerebrovaskulärer Erkrankungen weltweit und in Deutschland. Dazu hat die DGN-Kommission Zerebrovaskuläre Erkrankungen eine Stellungnahme ausgearbeitet.


Neurotropie des Coronavirus könnte eine Rolle bei schweren SARS-CoV2-Verläufen spielen

1. April 2020 – SARS-CoV2 kann zu schweren Pneumonien führen, die u. U. ein ARDS „Acute respiratory distress syndrome“ auslösen. Hauptsymptom vieler Patienten mit schwerer Covid-19 ist die respiratorische Insuffizienz. Ein aktuell publiziertes Review zeigt auf, dass ein neurologischer Pathomechanismus zur Problematik beitragen kann.


Aufklärung der Struktur des Hauptenzyms der Coronavirus-Replikation und Entwicklung eines spezifischen Inhibitors

1. April 2020 – „Science“ erschien eine Arbeit des Teams um Prof. Dr. Rolf Hilgenfeld, Lübeck. Den Forschern ist es gelungen, die Kristallstruktur von „Mpro“, dem Hauptenzym der Virusreplikation aufzuklären und einen inhalativ applizierbaren Mpro-Inhibitor pharmakologisch zu optimieren.


Hohe SARS-CoV2-Dunkelziffer erklärt die schnelle Ausbreitung der Pandemie

1. April 2020 – Eine in „Science“ publizierte Arbeit berechnete, dass es vor allem undokumentierte Infektionsfälle in China waren, die der Verbreitung der Corona-Pandemie Vorschub geleistet haben. Die Wissenschaftler erstellten ein epidemiologisches Rechenmodell, demzufolge vor dem 23. Januar 2020 lediglich 14% der tatsächlichen Coronafälle in China dokumentiert waren.


Chinesische Leitlinie zum Umgang mit der COVID-19-Epidemie

1. April 2020 – Eine Kommission der Regierung der Volksrepublik China hat eine „Leitlinie zum Umgang mit der COVID-19-Epidemie“ erstellt (16.03.2020). Die Erkenntnisse beruhen auf den Erfahrungen mit den hohen Fallzahlen in China und geben Empfehlungen zu allen Aspekten des Pandemiemanagements.


Epidemiologie eines Covid-19-Ausbruchs in einer Pflegeeinrichtung

1. April 2020 – Alters- und Pflegeheime gelten als Hochrisiko-Umgebungen für Covid-19-Ausbrüche. Eine aktuelle Publikation zeigt eindrucksvoll, dass bereits ein einzelner Fall nicht unterschätzt werden darf.

 

März 2020


Pressemitteilung: Atemstillstand bei schweren SARS-CoV2-Verläufen kann auch neural vermittelt sein

31. März 2020 – Ein kleiner Anteil der Patienten mit SARS-CoV2-Infektion verstirbt an einem akuten Lungenversagen, meistens in Folge einer schweren Form der Lungenentzündung. Eine kürzlich publizierte Arbeit [1] beschreibt jedoch einen weiteren möglichen, bislang wenig erforschten Pathomechanismus des tödlichen Lungenversagens.


NeuroNews: Coronavirus SARS-CoV2-Infektion/Covid-19 Erkrankung und Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen

31. März 2020 – Die „World Muscle Society“ hat gemeinsam mit Mitgliedern des Editorial Board des Journals „Neuromuscular Disorder“, der „European Academy of Neurology Scientific Panel Muscle & NMJ Disorders“ und dem Exekutiv-Komitee der ERN EURO-NMD ein Positionspapier erarbeitet, das die wesentlichen Fragen in Zusammenhang mit Coronavirus SARS-CoV2 -Infektion/Covid-19 Erkrankung bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen beantwortet.


Information: Wichtige Informationen für Vertragsärzte während der Coronakrise

27. März 2020 – Der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) wendet sich gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit einer Sonderinformation zur Coronakrise an die Ärztinnen und Ärzte im ambulanten Bereich.


Pressemitteilung: Neurologische Patienten sollten ihre Immuntherapie nicht aus Angst vor dem Coronavirus absetzen!

27. März 2020 – Patienten mit einer neurologischen Autoimmunerkrankung erhalten häufig immunsupprimierende oder immunmodulierende Medikamente, die per se infektanfälliger machen. Aber einen konkreten Hinweis dafür, dass die Immuntherapie das Risiko erhöht, sich mit SARS-CoV-2 (Coronavirus) anzustecken oder an COVID-19 zu erkranken, gibt es derzeit nicht.


NeuroNews: LEOSS-Register erfasst MS-spezifische Kriterien bei SARS CoV II-infizierten Patienten: Bitte pflegen Sie Ihre Patientendaten ein!

25. März 2020 – Auf Initiative der Study Group des KKNMS (Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose) e. V hat das europäische LEOSS-Register MS-spezifische Fragestellungen in die Erfassung aufgenommen.