Eine Kommission der Regierung der Volksrepublik China hat eine „Leitlinie zum Umgang mit der COVID-19-Epidemie“ erstellt (16.03.2020). Die Erkenntnisse beruhen auf den Erfahrungen mit den hohen Fallzahlen in China und geben Empfehlungen zu allen Aspekten des Pandemiemanagements.

Die Leitlinie gibt einen Überblick zu fast allen Aspekten der COVID-19-Epidemie – von pathogenen Eigenschaften von SARS-CoV-2, epidemiologische Merkmale (Infektionsquellen, Übertragungswege, Risikogruppen) über klinische Manifestationen, Labordiagnostik, Bildgebung bis zur Differentialdiagnostik. Die aktive Erkrankung wird in vier Verlaufsformen unterteilt, in milde Verläufe (ohne Pneumonie), reguläre Verläufe (Fieber, respiratorische Symptome, Pneumonie), schwere (Kurzatmigkeit, erhöhte Atemfrequenz oder erniedrigte Sauerstoffsättigung) und kritische Verläufe (Atemversagen, Schock/Kreislaufversagen, Multiorganversagen).

Die Therapie erfolgt in Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung, in der Leitlinie wird insbesondere auf die Atemunterstützung/Beatmung/ECMO, Kreislaufunterstützung, Nierenersatztherapie, Blutreinigungsverfahren, Immuntherapie und „Rekonvaleszenz-Plasma“ von genesenen Patienten eingegangen. Zur antiviralen Therapie werden Interferon-alpha, Lopinavir/Ritonavir (ggf. in Kombinationen mit Ribavirin) und Chloroquin diskutiert.

Leitlinie zum Umgang mit der COVID-19-EpidemieVersion 7.0 vom 16.03.2020. Abrufbar unter http://www.china-botschaft.de/det/zgyw/P020200318031744558131.pdf