DGN-Präsident Prof. Dr. Gereon R. Fink: „Jeder kann die Unabhängigkeit der Neurologie mit einer Zustiftung oder Spende zur ‚Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie‘ unterstützen“ (c) DGN

von Gereon Fink, Präsident der DGN

Unmittelbar vor dem Jahresende 2017 hat die DGN einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur nachhaltigen, langfristigen und von Dritten unabhängigen Sicherung ihrer Satzungsziele erreicht: Die „Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie“ konnte unter dem Dach des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e. V. gegründet werden. Ausgestattet mit einem Startkapital von einer Million Euro aus DGN-Mitteln, ist die Stiftung geschäftsfähig, erste Zustiftungen sind bereits eingegangen! Auch Sie können zum Erfolg der Stiftung beitragen, zum Beispiel als Gründungszustifter, und so dafür sorgen, dass das Fach Neurologie als Schlüsselmedizin des 21. Jahrhunderts nachhaltig gestärkt wird.

In der Debatte um die langfristige strategische Ausrichtung der DGN ist die Gründung einer eigenen Stiftung immer wieder diskutiert worden – ich freue mich, dass es uns nun gelungen ist, dieses Projekt umzusetzen. Die Gründung der Stiftung und die Stiftungssatzung, die sicherstellt, dass die Stiftungsziele deckungsgleich mit den Satzungszielen der DGN sind, wurden auf unserem Kongress in Leipzig im September 2017 von der Mitgliederversammlung mit überwältigender Mehrheit beschlossen. An dieser Stelle einen großen Dank an alle, die mit ihrem Votum dieses Vorhaben unterstützt haben.

Schon kurz darauf lagen die erforderlichen Unterlagen bei den zuständigen Stellen. Seit dem Jahreswechsel ist die Stiftung nun geschäftsfähig und mit einem festen Stiftungskapital von einer Million Euro aus DGN-Mitteln ausgestattet. Weniger als ein Jahr vom Projektstart bis zur geschäftsfähigen Stiftung – das ist eine beeindruckende Geschwindigkeit und eine reife Teamleistung, für die ich mich bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanke.

Warum die DGN eine eigene Stiftung braucht

Die Stiftung soll langfristig und nachhaltig die finanzielle Förderung der Ziele der DGN ermöglichen – aus diesem Grund ist der per Satzung festgelegte Stiftungszweck identisch mit den satzungsgemäßen Zielen der DGN. Sollten die Mitglieder der DGN ihre satzungsgemäßen Ziele ändern, kann die Stiftungssatzung entsprechend angepasst werden.

Die Stiftung ist jedoch weit mehr als ein formales Konstrukt: Mit ihr verfolgt die DGN eine klare Vision: Wir forcieren die Unabhängigkeit der Neurologie von Dritten und stärken damit unsere Positionen als Wissenschaftler und Ärzte, die zum Wohl der Patienten mit neurologischen Erkrankungen arbeiten, gegenüber politischer Einflussnahme, Budget- und Hono rarzwängen sowie offener oder verdeckter Einflussnahme von Industrieunternehmen oder Patientenverbänden.

Wer, wenn nicht die DGN, die mit ihren inzwischen fast 9000 Mitgliedern die größte nationale Interessenvertretung der Neurologie in Europa ist, kann den Anspruch an Ausgewogenheit, Objektivität und Unabhängigkeit erfüllen?

Diesem hohen Anspruch fühlen wir uns verpflichtet – gegenüber dem studierenden Nachwuchs über Pflegekräfte und Assistenzärzte bis hin zu Oberärzten und Chefärzten – und werden uns dafür einsetzen, ihm auch gerecht zu werden. Unsere Fachgesellschaft ist allein im Jahr 2017 um über 600 Neumitglieder gewachsen, also um circa 7 % – eine beeindruckende Zahl! Mit dem Eintritt verbunden sind berechtigte Erwartungen: kompetente Leitlinien mit größtmöglicher Objektivität, nach wissenschaftlichen Kriterien verfasste Fachartikel, Networking und fachlicher Austausch beim DGN-Kongress, unabhängige Weiterbildung im Rahmen unserer Fortbildungsakademie und – nicht zuletzt – eine starke Interessenvertretung der Neurologie als Schlüsselmedizin des 21. Jahrhunderts in der Öffentlichkeit. Die Stiftung kann außerdem ganz konkret den Nachwuchs für unser Fach fördern, Kongress- und Fortbildungsteilnahmen unterstützen, Wissenschaftspreise finanzieren oder Forschungsprojekte unterstützen, die weder durch die öffentliche Hand noch durch die Industrie die erforderliche finanzielle Unterstützung finden.

Jeder kann die Stiftung unterstützen – mit einer Zustiftung, mit einer Spende

Die DGN will mit der Stiftung also viel bewegen – doch dazu müssen wir gemeinsam Bewegung in die Stiftung bringen. Damit die Stiftung schnell und nachhaltig ihren Zielen gerecht werden kann, muss zunächst das Stiftungskapital aufgebaut werden. Die DGN wird ihren Beitrag dazu leisten, indem Überschüsse – erwirtschaftet etwa durch unseren Kongress – konsequent in die Stiftung eingebracht werden. Die DGN alleine wird aber lange brauchen, um ein signifikantes Stiftungsvermögen anzusparen, mit dem sich dann substanziell und strukturell nachhaltig Projekte fördern lassen. Jeder von Ihnen kann einen wichtigen Teil dazu beitragen, dass wir dieses bedeutende Ziel auch in Zeiten niedriger Zinsen bzw. geringer Renditen am Kapitalmarkt schneller erreichen:

Werden Sie Gründungszustifterin oder Gründungszustifter

Jedes DGN-Mitglied kann noch bis zum 30. April 2018 durch Zustiftung ab 1000 Euro offiziell zur Gründungszustifterin bzw. zum Gründungszustifter werden und damit in die Annalen der Stiftung und der DGN eingehen. Diese Gründungszustiftungen gehen grundsätzlich in das Kapitalvermögen ein und können auf Antrag des Steuer pflichtigen innerhalb von zehn Jahren bis zu einem Gesamtbetrag von einer Million Euro steuerlich abgezogen werden (§ 10b Abs. 1a S. 1 EStG).

Empfehlungen für Zustiftungen, Erbschaften oder Spenden

Empfehlen Sie die Stiftung als sinnvolle Einrichtung, der Organisationen, Patienten oder deren Angehörige zustiften, an die sie vererben oder spenden können.

Sie haben folgende Optionen, um Zuwendungen an die Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie zu tätigen:

  • Mit Zustiftungen in das zu erhaltende Vermögen kann das angelegte Stiftungskapital aufgestockt werden. Lediglich der Ertrag darf zur Zweckverwirklichung verwendet werden. Angabe im Verwendungszweck: „Zustiftung in das zu erhaltende Vermögen“.
  • Mit Zustiftungen in das verbrauchbare Vermögen darf Ihre Zustiftung auf Beschluss des Stiftungskuratoriums je nach Bedarf für die Stiftungszwecke verwendet werden. Angabe im Verwendungszweck: „Zustiftung ins verbrauchbare Vermögen“.
  • Grundsätzlich können auch Spenden für bestimmte Projekte oder projektunabhängig zum Verbrauch für Stiftungszwecke getätigt werden. Die Spenden sind zeitnah zu verwenden. Angabe im Verwendungszweck: „Spende (und ggf. Projektname, wenn zweckgebunden)“.
  • Schließlich besteht die Möglichkeit, nach Absprache unter dem Dach der Stiftung einen Stiftungsfonds bzw. eine Unterstiftung mit eigenem Namen und einer eigenen Satzung zu errichten.

Wenden Sie sich jederzeit gern an den Stifterverband für die die Deutsche Wissenschaft e. V.. Dort hilft man Ihnen weiter, damit Ihre Zuwendung so eingesetzt wird, wie Sie es für richtig halten.

Erstmals hat die DGN eine definierte Struktur für Zuwendungen

Mit der Stiftung hat die DGN somit jetzt erstmals eine Einrichtung, an die gezielt gestiftet und gespendet werden kann. In den kommenden Monaten werden wir die Zugänge zur Stiftung, auch mit digitalen Optionen, ausbauen.

Mit diesem ersten Überblick, wie Sie unsere neue Stiftung unterstützen und dazu beitragen können, das Fundament einer erfolgreichen und unabhängigen Neurologie für die Zukunft zu festigen, möchte ich mich schon jetzt bei allen bedanken, die dieses Ziel unterstützen. Wir halten Sie wie gewohnt an dieser Stelle und über den Internetauftritt der DGN über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

Unterstützen Sie die Arbeit der DGN durch Ihre Zuwendung an die Stiftung Deutsche Gesellschaft für Neurologie! Tun Sie Gutes!

Herzlich grüßt Sie
Ihr Gereon R. Fink

www.dgn.org/stiftung

 

Ansprechpartner

Sie haben Fragen rund um die Zustiftungs- und Spendenmöglichkeiten? Dann wenden Sie sich an:

Karsten Krüger, Stiftungsmanagement
Deutsches Stiftungszentrum GmbH im Stifterverband
Barkhovenallee 1, 45239 Essen
Tel.: 0201 8401-193, Fax: 0201 8401-255
E-Mail:
www.deutsches-stiftungszentrum.de
www.stifterverband.de

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